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Gesundheitswesen die Zweite

Durch meinen Klinikaufenthalt und die damit verbundene Einstellung der Medikamente konnte ich unmittelbar nach der Enlassung auf meinem Netbook nichts mehr lesen. Also begab ich mich zu einem großen deutschen Optiker hier in der Nähe um einen Sehtest durchführen zu lassen. Bekanntlich brauche ich ja eh eine Lesebrille, also warum nicht Nägel mit Köpfen machen und mal alles genau vermessen lassen. Das Ergebnis war niederschmetternd. 2,25, soviel hätte ich ja nun nicht erwartet. Durch die Wirkung der Medikamente und die vergangene Zeit hat sich anscheinend meine Sehschwäche wieder stark verbessert. So verursachte mir die Lesebrille seit Mitte November Probleme, ich bekam Kopfschmerzen. Also lies ich mir vom Hausarzt eine Überweisung für den Augenarzt ausstellen, um meine Sehbenachteiigung nochmal zu überpfrüfen. Telefonisch vereinbarte ich einen Termin bei einer Augenärztin hier ums Eck.

In der Praxis angekommen übergab ich den Überweisungsschein und meine Karte. Im Gegenzug bekam ich eine Schreibunterlage mit fünf doppelseitig bedruckten Zetteln, mit der Bitte das alles durchzulesen und anschließend zu unterschreiben. Es war aufgeführt, welche Untersuchungn die gesetzliche Krankenkasse nicht zahlt, aber auf jeden Fall notwendig sind und daher privat abgerechnet werden sollen. Ich habe mir im Einzelnen jetzt nicht gemerkt, was für Untersuchungen es waren, sondern nur die Gesamtsumme kurzr im Kopf ermittelt. 280 Euronen sollte der Spaß insgesamt kosten. Abgerechnet werden sollte auch mit dem Faktor für Privatpatienten, also dem 2,8 fachem Satz, der Satz für die gesetzlichen Krankenkassen beträgt das 1,8 fache.

Wie kann eine Ärztin glauben, ich würde ihr dieses Formular unterschreiben, ohne sie jemals gesehen zu haben, geschweige denn eine Wort mit ihr gewechselt zu haben. Sollte sie wirklich so naiv sein, das sie glaubt, ich würde in diesem Stadium eine art Blankoscheck zur Aufbesserung ihres Einkommens ausstellen?

Ich zog also meine Jacke wieder an, gab der Sprechstundenhilfe das Schreibrett und verlangte meine Überweisung zurück. Verwundert wurde ich angesehen, nicht nur von der Arzthelferin, auch von den anderen Patienten. Ist es wirklich so seltsam, dass sich jemand gegen diese Abzocke wehrt und sich einen anderen Arzt sucht?

0 Gedanken zu „Gesundheitswesen die Zweite

  • 17. März 2010 um 5:00 pm
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    Ja, das mit dem Igeln machen die meisten Ärzte. Die Kassen müssen aber die Kosten übernehmen sobald auch nur ein Verdachtsfall geäußert wird, wie creezy schon gesagt hat. Da bin ich auch schon bei vielen Ärzten mit angeeckt. Problematisch ist das vor allem, weil die meisten Patienten sich rechtlich nicht gut genug auskennen.

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  • 11. Februar 2010 um 3:23 pm
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    Und zum Thema ätzend. Augenärzte sind mit die schlimmsten! So bist Du dann verpflichtet die Glaukom-Untersuchung privat abrechnen zu lassen, die jede normale Krankenkasse bei Verdacht (und dazu reicht die Angabe gelegentlich verschwommen zu sehen) sehr wohl begleicht (nur nicht als reine Vorsorgeuntersuchung) – nur eben mit einem deutlich niedrigen Satz als wenn Du den privat begleichst.

    Hass! Vastehste?! ,-)

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