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Gesundheitswesen die Dritte

Mein drittes Erlebnis ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten, aber der Reihe nach. Irgendwann im ersten Quartal 2003 entschloss ich mich, einen Zahnarzt in Hamburg aufzusuchen um das Problem meines lockeren Weisheitszahnes zu lösen. Dabei wurde festgestellt, dass ich dann noch eine weitere Krone benötige. Da ich, was die Arztwahl anbelangt, sehr faul bin, schaue ich in den gelben Seiten in die Umkreissuche, die Praxis mit der geringsten Entfernung erhält dann den Zuschlaf für die anstehende Behandlung. Da mir einiges an der Praxis nicht gefallen hat, war für mich klar, dass ich künftig einen anderen Zahnarzt mit der Instandhaltung meies Gebisses beauftragen werde. Nach drei Terminen war die Sache für mich also erledigt, Dachte ich.

Im November 2009 bekam ich von meiner Krankenkasse einen genehmigten Heil- und Kostenplan, mit der Bitte, diesen an meinen Zahnarzt weiterzureichen. Ich wahr ja tatsächlich gerade in Behandlungund überflog das Schriftstück nur kurz. Allerdings machten mich drei Dinge stutzig. Erstens: der behandelne Zahnarzt hatte mir kein neues Inlett angekündigt, zweitens, eine alte, seit Jahren nicht mehr gültige, Hamburger Adresse und drittens, der kleine angehftete Zettel, das doch bitte direkt in die Praxis zu schicken. In diesem Moment schaute ich mir den Heil- und Kostenplan nicht weiter an und legte ihn auf dem Schreibtisch ab, da ich das bei meinem nächsten Zahnarztbesuch abklären wollte, warum ein neues Inlett.

Am Tag der vorgesehenen Behandlung, griff ich mit das Schriftstück und schaute genauer drauf. Ergebnis, es wurde von dem Hamburger Zahnarzt aus dem ersten Quartal 2003 eingereicht. Daraufhin informierte ich meiner Krankenkasse, dass ich seit dem besagtem Quartal nie wieder in Behandlung war. Weiterhin bat ich um eine Aufstellung, welche Zahnärzte seit dem 2. Quartal Leistungen abgerechnet hätten.

Es passierte erstmal, wie sich leicht erahnen lässt, nichts. Ende November griff ich zum Telefonhörer um mal bei meiner Krankenkasse nachzufragen, warum ich nach mittlerweile drei Wochen keine Antwort bekommen habe. Das gestaltete sich schwieriger als ich dachte. Der für solche Dinge zuständige Mitarbeiter war nie am Platz und Rückrufe fanden gar nicht statt. Nach weitern zehn Tagen hatte ich Glück und den zuständigen Herren endlich an der Stippe. Das Ergebnis: Er hätte den Zahnarzt angeschrieben und um Stellungnahme gebeten, warum dieser Heil- und Kostenplan eingereicht wurde, das Ganze unmittelbar nach dem Erhalt meines Schreibens. Um Geduld wurde gebeten, so bis kurz vor Weihnachten. Wahrscheinlich hatte er nicht mit meiner Hartnäckigkeit gerechnet, aber am 21. Dezember hatte ich ihn wieder am Telefon. Das Ergebnis wollte ich wissen, er sagte, dass er den Zahnarzt nochmal anschreiben würde. Die Frage nach der Aufstellung meiner Behandlungkosten seit 2003 konnte er mir auch nicht beantworten. Angeblich hätte er diese bei der Zahnärztlichen Verrechnungsstelle angefordert, es würde aber etwas dauern, so bis zum Ende des 2. Quartals 2010, was bei mir große Verwunderung auslöste.

Als ich Ende Januar 2010 immer noch keine für mich befriedigende Antworten auf meine telefonischen Anfragen an meine Krankenkasse bekam, entschloss ich mich, meine Interessen durch eine Anwältin vertreten zu lassen. Immerhin hat der Zahnarzt den Tabestand des versuchten Betruges erfüllt und ich kann immer noch nicht glauben, dass eine Aufstellung von Zahnarztrechnungen im Zeitalter der elektronischen Datenverarbeitung mehr als sechs Monate dauern soll.

Wie sich zwischenzeitlich herausgestellt hat, ist die erste Anfrage an den Zahnarzt erst am 23. Dezember 09 gestellt worden, nich wie mir versichert wurde, Anfang November 09.

Jetzt soll mit bitte keiner erzählen, dass lt. unserem Geundheitsminister Rössler sinvoll ist, weniger zu kontrollieren und das Krankenkassen ihre Mitglieder bei versuchtem Abrechnungsbetrug unterstützen.Auch glaube ich, das keiner mehr daran interessiert ist, die Kosten im Gesundheitswesen auch nur ansatzweise gering zu halten.

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