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Gesundheitswesen die Vierte

Mein quartalsmäßiger Apothekenbesuch fand vor einigen Tagen statt. Da ich je täglich auf Medikamennte angewiesen bin, erwähnte ich ja mal beiläufig. Für mich ist es unverständlich, dass ich jedes Quartal zum Arzt gehen muss, nur um mir für die kommenden drei Monate Tabletten verschreiben zu lassen. Würde nicht eine Jahrespackung Sinn machen, also ich würde 30 Euronen Praxisgebühr sparen, die Krankenkasse drei abgerechnete Untersuchungen und die Apotheke müsste auch nur einmal pro Jahr abrechnen. Es könnte also Zeit und Geld gespart werden. Normalerweis beziehe ich die verordneten Medikamente in der Ausgabestelle gegenüber dem Hausarzt. Aus Zeitgründen diesmal nicht. Ein paar Tage später kramte ich in einer anderen Stadt mein Rezept raus und suchte im Kleingeldfach meiner Geldbörse den von mir zuleistenden Eigenanteil in Höhe von 3,95, wie jedesmal, aller drei Monate.

Um so überraschter war ich, als mich die nette Apothekerin ansprach, ob ich das eine Medikament (ASS 100) wirklich auf Rezept haben wollte, schließlich handelt es sich dabei um ein Medikament, welches frei erworben werden kann. Welchen Unterschied es denn macht, wenn ich es frei erwerben würde. „Einen Euro weniger, also Zweifünfundneunzig“ entgegnete mir die Frau im weissem Kittel. „So wie ich das Gewundheitswesen kenne, muss ichnicht nur mehr bei einem Rezept zahlen, sondern mein Krankenkasse wohl auch noch was“ lautete meine Antwort. Ihr Lächeln als Antwort reichte mir vollkommen aus und ich frage mich seit dem, wer sich sowas ausdenkt. Und die Milliardenlöcher bei den Krankenkassen erschließen sich mir jetzt auch wieder.

Also freue ich mich noch mehr auf höhere Beiträge und „weniger vom Netto“ und hoffe auf ein gesamte Wahlergebnis von maximal 25% der Regierungsparteien bei der nächsten Bundestagswahl und eine Rüttenscheider Apotheke hat künftig einen Kunden weniger.

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