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Es hätte schön sein können (Lästerversion)

Gespannt war ich ja, auf das Stillleben auf der A 40 und machte mich rechtzeitig auf den Weg um meine geplante Strecke von der Innenstadt Essen bis nach Kray zu schaffen und dabei einige Bilder zu machen. Leider gingen Planung und Realität sehr weit auseinander.

Um halb Zwölf war ich dreißig Minuten nach der offiziellen Eröffnung an der Auffahrt Essen Zentrum und sah mich schon einen aus der Ferne unüberwindbaren Menschenpulk ausgesetzt. Aber ich wollte ja etwas erleben, also rein ins Getümmel.

Besonders gefällt mir der Einfallsreichtum einiger Teilnehmer die nicht nur ihre mitgebrachten Lebensmittelvorräte verzehren, sondern den Tag euer sich zu einem unvergesslichen Tag machen wollen, so wie diese Frau die jeden vorbeikommenden bittet, etwas in ihr Gästebuch zu schreiben.

Die ersten Eindrücke: alles ist irgendwie nicht wirklich fertig. Zahlreiche Tisch- und Bankreihen sind noch leer, an anderen Stellen staut es sich schon erheblich. Mir schwant schon jetzt, dass ich es schwer haben werde, bis nach Kray durchzukommen. Es wird nicht einfach, so meine Gedanken, aber ich habe den festen Willen, durchzuhalten und noch einige Kilometer zu absolvieren.

Die ersten Stände machen es einem sehr schwer weiter zukommen. Verstehe nicht wieso der Hauptsponsor Edeka mit seinen LKWs direkt gegenüber der Veranstaltungsstände Position beziehen müssen und so ein Durchkommen fast unmöglich macht. Hat keiner an kleine Kinder oder gar Kinderwagen gedacht? Auch die aufgerufenen Preise von 50 Cent zzgl. Pfand für die Flasche Apfelschorle oder Wasser lassen mich an die Ernsthaftigkeit des Sponsorings von EDEKA zweifeln. Der Ladenverkaufspreis liegt für sechs Flaschen unter einem €.

Zwanzig Minuten und 200 m weiter wieder ein Getränkeverkaufswagen der großen Lebensmittelkette und eine Veranstaltung genau gegenüber. Raumgewinn in 15 Minuten ca. 3 Meter 80, also genau soviel wie die englische Nationalmannschaft im Achteilfinalspiel bei der WM gegen Deutschland in der 2. Halbzeit.

Auf dem Grünstreifen mache ich mich wieder auf den Rückweg zur Ausfahrt um den Sonntagnachmittag entspannt in einen Café mit Außenplätzen zu begehen und werde das dann weiter per Twitter verfolgen.

Die Twittermitteilung vom Westen halte ich doch für arg übertrieben. Auf etwas über 60 km Länge sollten mehr als 1.500.000 Menschen Platz finden.

Für die nächsten Monate hat sich die Ruhr 2010 erst mal erledigt. Da wird Jahre geplant und raus kommt nur ein großes Chaos. Insgesamt habe ich 500 m hin und auch wieder zurück geschafft, in 90 Minuten!

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