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Konsumgüterindustrie

Neulich, ich hatte gerade die letzte Rasierklinge eingelegt und fügte in meinem Einkaufzettel im Kopf hinzu, dass diese dringend nachgekauft werden müssten. Da die Speicherung bei so etwas immer dauerhaft ist, begab ich zum Drogeriemarkt meines Vertrauens und stand suchend vor dem Regal mit den unterschiedlichsten Klingenangebot. Gut, die ganz rechts in Pink und Türkies konnte ich außer Acht lassen, aber ich wurde einfach nicht fündig. Da ich ja zum Kreis der Eigenmarkenkäufer gehöre, musste ich die Markenhersteller mit ihren drei, vier und fünf Klingengedöns auch nicht sonderlich beachten. Ich suchte einfach das Blau-Orange der Eigenmarke. Es war nach mehreren Minuten nichts zu finden. Mit fragenden Blicken wandte ich mich hilfesuchend an eine Verkäuferin. „Die werden nicht mehr hergestellt, und sind durch andere ersetzt worden“ war die für mich unbefriedigende Antwort. Aber so einfach gebe ich mich ja nicht geschlagen, im hintersten Stübchen meines Erinnerungsvermögens lag noch, dass die Verbindungen der Klingen beim größten deutschen Discounter so aussehen , als würden sie passen. Also beim nächsten Einkauf daran denken, unbedingt, so mein internes Memo an die Gehirnwindungen. Gut, beim nächsten Besuch funktionierte das noch nicht einwandfrei, mit der Weitergabe aus dem Hirnstübchen,aber es funktionierte beim übernächsten Mal. Nur was soll ich sagen, abermals wurde ich enttäuscht. Die Einkaufabteilung der Albrechts hatte auch das Modell mit den passenden Klingen aus den Regalen verbannt und ich konnte nicht umhin, mir ein neues Modell, jetzt mit vier Klingen statt drei zu kaufen, dabei fühlte ich ganz deutlich das es in der Konsumindustrie neben dem Glühbirnenkartell auch ein Rasierklingeherstellerkartell geben muss. Und wenn ich hier schon anprangere, das mit den Druckern, die plötzlich ihren Dienst versagen, nicht nach einer bestimmten Anzahl von gedruckten Seiten, gerade dann, wenn man die Druckerpatronen neu gekauft hat und eingesetzt hat, das ist mir auch nicht ganz geheuer…

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