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Zechenfest

Der Herbst zeigt sich in diesem Jahr von seiner besten, goldenen Seite. Die Temperaturen der letzten Tage waren so um die 20° und so war es für mich eine leichte Entscheidung das Zechenfest auf Zollverein zu besuchen. Was liegt also näher, kurz die Straße zu überqueren und an der angekündigten Feier teilzunehmen?

Auf den ersten Blick war vieles anders als im letzten Jahr. Die Stände waren deutlich weniger als vor zwölf Monaten, so mein Eindruck. Besonders vermisst habe ich den kleinen Verlag aus Oberhausen, welcher ausschließlich Werke aus der Region rund um die Ruhr im Programm hat. Dafür waren mehr Bühnen und Programm als beim letzten mal und die Aufführungsorte waren nach Themen gegliedert.

…kann jeder zu sich nehmen was er will, solange es kein Gesetz gibt, welches zum vegetarischem Konsum…

Die Stände, die Speisen und Getränke angeboten haben, waren vielfältig,aber eine Dominanz von gegrillten und gebratenen Wurstspezialitäten war nicht von der Hand zu weisen. Selbst asiatisches war im Angebot, was bei mir sofort die Frage aufwarf, was Pekingente mit der größten deutschen zeche gemein hat. Die Authentizität des Festes musste wohl zu Gunsten der gezahlten und kalkulierten Standgebühr etwas in den Hintergrund treten.

Aber in einem freien Land kann ja jeder bekanntlich das essen, was ihm schmeckt, so lange es keine Gesetz gibt, was zum Konsum vegetarischer Küche an einem bestimmten Tag verpflichtet. Als Ausgleich zum Chinamann gabe es dann wieder leckersten, selbstgebackenen Kuchen in den unterschiedlichsten Geschmacksvarianten.

Das Zechenfest ist immer eine gute Gelegenheit hinter die Kulissen zu schauen, also in Gebäude zu gelangen, die ansonsten verschlossen sind. Leider vergesse ich in den folgenden Monaten immer, mich für den Siebdruckkurs anzumelden, den die ARKA Galerie jedes Jahr zum Event des Weltkulturerbes anbietet. Ich habe es mir aber in diesem Jahr in den Kalender geschrieben, damit ich rechtzeitig daran erinnert werde. Das passt dann auch gut zum 25. Jubiläum der Party und die findet hoffentlich wieder mit ein paar mehr Ständen deutlich größeren Hintergrund aus dem Ruhrgebiet statt.

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