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belauschtes Straßenbahngespräch

primarkManchmal fällt es einem nicht leicht, weg zu hören, wenn sich zwei Leute gegenüber der Vierersitzplatzgruppe laut unterhalten. Vor einigen Tagen ging es zwischen zwei angehenden Akerdemikerinnen, denn das war dem Gespräch auch zu entnehmen, dass es sich um eine Studentin aus Köln und eine Kommilitonin aus Bremen handelte. Es ging um die Einkaufmöglichkeiten der Stadt Essen im allgemeinen und um die wohl in Deutschland zweitgrößte Filiale eines irischen Textilhändlers, welcher ausschließlich das Billigpreissegment bedient und mit 10 Läden in Deutschland vertreten ist. Spötter behaupten aus, es handelt sich um eine Polyesterfabrik mit angeschlossener Verkaufsabteilung, was wohl an dem hohen (meistens über 50%) Anteil der Chemiefasern liegt. Bleibt zu erwähnen, dass nach dem Einkaufsbummel noch genügend Zeit vorhanden war, Zollverein einen Besuch abzustatten.

Studentin B: „Also der Primark hier in Essen ist riesig, da kommt der in Bremen nicht mit.“

Studentin K: „Ich weis es nicht, ich hab da noch nie etwas gekauft.“

Studentin B: „Fandest du nicht, das die eine riesen Auswahl hatten?“

Studentin K: „Es geht so, auf jedem Ständer hingen ja nur ein bis zwei unterschiedliche Modell…“

Studentin B: „Aber auf fünf Etagen, einfach riesig und von allem soviel, mehr als in Bremen.“

Studentin K: „Aber warum hast du dir alles doppelt gekauft, einmal reicht doch?“

Studentin B: „Naja, die Qualität ist nicht so besonders, da nehme ich immer von jedem zwei, dann komme ich über die Saison!“

Mir drängt sich die Frage auf, ob an deutschen Schulen oder gar deutschen Universitäten mit dem Begriff Nachhaltigkeit und die Definition darüber etwas anzufangen ist. Wenn nicht, warum nicht und kann mann das jungen Menschen nicht mit auf den Lebensweg geben?

Ein Gedanke zu „belauschtes Straßenbahngespräch

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