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Tür auf!

artistIrgendwann, bei einem meiner regelmäßigen Besucher in der Innenstadt von Gelsenkirchen, bemerkte ich auf einem Plakat, die Ankündigung für die Gelsenkirchner Galeriemeile im „internationalen“ Stadtteil Ückendorf. Im Zeitalter der ständig zur Verfügung stehenden Informationen, die seit einigen Jahren auch mobil, per Smartphone abgerufen werden können, konnte ich an Ort und Stelle herausfinden, was sich dahinter verbirgt. Also nur noch einmal den Termin in den Kalender eingetragen und die Erinnerung gesetzt, so war es unvergesslich gespeichert. Den genauen Wegplan dazu habe ich mir dann einen Tag vorher im Internet zusammengesucht.

Die erste Stadtion, das Künstlerdorf Haltmannhof, begann für mich mit einer Enttäuschung, denn es wirkte auf den ersten Blick nicht so, als würden sich viele Künstler an das Motto „Tür auf“ halten. Also eine kurze Runde gedreht und auf zu den nächsten Stationen, zwei Galerien auf der ehemaligen Zeche Rheinelbe. Dabei war ich fast der Meinung, ich hätte schon alles von der Zeche gesehen, musste aber anerkennen, das ich mir nur den vorderen Teil angesehen hatte. Erster Anlaufpunkt war die Atelierwerkstatt „alte Schmiede“, dann die Kunststation „Rheinelbe, direkt um die Ecke. Beides war sehr sehenswert, obwohl es eigentlich etwas abseits der eigentlichen Meile lag. Nette Gespräche mit den Inhabern und auch Künstlern beider Galerien rundeten meinen positiven Eindruck ab. Sonnenschein und das gut sanierte Gebäudeensemble festigten meinen Eindruck noch. Der angenehme Aufenthalt wurde mit einem Glas Saft und einer Zigarette beendet und es ging zu Fuß weiter durch eine kleine Grünanlage, fast schon ein kleines Waldstück, der ehemaligen Kohlenmine zur Bochumer Straße um dann irgendwann in Richtung Galeriemeile zu gelangen.

Insgesamt hat mich die Galeriemeile Gelsenkirchen positiv überrascht

Da ich gerne die Gunst der Stunde nutze, wenn ich unterwegs bin, habe ich mir bei dieser Gelegenheit die Zechensiedlung mit den restaurierten Häusern angesehen, Flöz Sonnenschein und Flöz Dickebank sind ja auch Namen, die nicht alltäglich sind für Straßenbezeichnungen. In der Voraussicht, das Ziel fast erreicht zu haben, erlaubte ich mir diesen Abstecher. Dann noch einmal eine Querstraße und ich kam dann mitten auf der Bergmannstraße heraus und Stand vor meiner ersten Station Pilgrim. Der Name, der mich an Wolfgang Petersens Film „das Boot“ erinnerte. Der Künstler und Betreiber der Galerie Roman Pilgrim, begrüßte jeden Herzlich und stand zu jedem seiner ausgestellten Werke Rede und Antwort, auch sehr freundlich, wie ich es von den vorangegangenen beiden Stationen auch erlebt hatte. In einem Teil des vorderen Raumes fand ein extra zu diesem Wochenende begangenes Fotoprojekt statt. Jeder der wollte konnte ein Selbstportrait von sich erstellen, bekam einen von zwei Drucken und war mit dem Anderen selbst ein Teil von Tür auf, weil der zweite Druck fortlaufend in einem Schaufenster der Räumlichkeiten sichtbar aufgehängt wurde. Absolut perfekt der Besuch auf der Bergmannstraße 22 und eine gute Idee, den Besuchern professionelles Fotoequipment an die Hand zu geben um selbst Teil der Ausstellung zu werden.

Ebenfalls begeisterte mich die Galerie „art Depot“ mit einem Sammelsurium an Bildern und Ausstellungsstücken. Die betreibende Künstlerin hatte die Fassade, in der sich zahlreiche Löcher befanden, mit ihren „Mauerblümchen“ geschmückt um so schon von Weitem sichtbar zu sein. Fast aus jedem Bohrloch, das wohl diverse Vormieter zur Anbringung ihrer Außenwerbung hinterlassen hatten, spross ein Mauerblümchen und wurde somit zu einem Farbtupfer in der Straße. Die gewonnenen Eindrücke aus den vielen Ausstellungswerken und ein paar Minuten Ruhe gönnte ich mir dann im benachbarten Café Wilkür, ein kleines Café welches nur durch einen Hofeingang und dann durch das hauseigene Treppenhaus zu erreichen war. Ein leckerer Tee mit einem Stück selbstgebackenen Kuchen und der Ausblick auf viele Bilder waren ein würdiger Abschluss des sonntäglichen Galerierundgangs. Leider muss ich @Damian_Deßler knapp verpasst haben haben, oder er mich, je nach Sichtweise.

Links in der Reihenfolge der besuchten Orte
halfmannshof-Gelsenkirchen.de
kunststation-rheinelbe.de
pilgrim-art.de
bundgelsenkirchenerkuenstler.de
bildsprachen.de
galeriehundert.de
braendlein.allyou.net/
/ artsurprise.eu

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