googled4c9dab919003bf2.html

Jedes Jahr wieder…

Traditionelle, vorweihnachtliche Speisen
Traditionelle, vorweihnachtliche Speisen

… wird in der Essener Innenstadt gebohrt, geschraubt, gehämmert gesägt und genagelt. Es muss ja alles schön sein, für die konsumträchtigste Zeit des Jahres, im Volksmund wird es dann Weihnachtsmarkt genannt. Es geht immer schon rechtzeitig vor dem ersten Advent los, um auch die qualitativ hochwertigen Speisen und Getränke möglichst früh unter die Menschheit zu bringen und die Kauflaune durch billige Atmosphäre anzuheizen. Hinein in die Schluchten der Stände, die einförmig daherkommen und ein künstliches Gedränge inszenieren. Übersüsster und schlecht schmeckender Glühwein soll die Käuferstimmung zusätzlich anheizen, der Kater kommt dann am nächsten Tag beim aufwachen sticht der Schmerz durch den Kopf.

Einen Tag vor dem Heiligen Abend ist dann Schluß, der Lebenmitteleinzelhandel erlebt denn Vormittag des Grauens und ab ca. zwei Uhr nachmittags kehrt dann endlich die Besinnlichkeit ein, die aber jäh nach dem zweiten Weihnachtsmarkt durch die bis Jahresende anhaltende Umtausorgie wieder abgebrochen wird. Dieses Jahr werden auch die noch verbliebenen Poststationen von dem Ansturm nicht verschont bleiben, denn der Onlinehandel boomt ja auch in diesem Land.

Kommentar verfassen