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2014 – ein Fazit

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Symbolbild

Am Ende des Jahres, ist es fast schon üblich, dass jeder große Sender sich in Jahresrückblicken übt. Das ist natürlich immer rein subjektiv und das Ergebnis ist abhängig von der jeweiligen Redaktion. Nicht anders ist es bei Zeitungen und Zeitschriften, wenn diese noch gelesen werden. Also mach ich es dieses Jahr auch, ganz subjektiv und schreibe einfach in kurzen Abschnitten, was mir so aufgefallen ist, bzw. woran ich mich noch erinnere.

Im Prozess gegen den bis dato bekanntgewordenen, größten Steuerhinterzieher wird kein Wert auf lückenlose Aufklärung gelegt, es steht eine schnelle Verurteilung im Vordergrund. Nach einem halben Jahr Haft wird der Schuldige mit Freigang bedacht und darf in der Jugendabteilung eines Bundesligisten arbeiten. Statt sich von dem asozialen Handeln des Hinterziehers zu distanzieren, lobt der amtierende, bayrische Ministerpräsident und sein Vorgänger die herausragenden Eigenschaften und Wohltaten des Straftäters. Die Wirtschaftsbosse, die mit ihren Unternehmen Anteile an der Profiabteilung des Bundesligisten halten, distanzieren sich nicht.

Trotz noch nie dagewesener Rekordsteuereinnahmen von mehr als 640 Milliarden…

Die einst stolze, deutsche Sozialdemokratie ist zu einem simplen Mehrheitsbeschaffer verkommen und scheint nur nach dem olympischen Gedanken, dabei sein ist alles was zählt, zu handeln. Dabei ist es egal, ob sich die Sozialdemokraten auf Länderebene den Grünen, der Linken, oder auf Bundesebene den Christlichen andienen. Jede Hafennutte…. ach lassen wir das.

In Nordrhein Westfalen versucht die Rot-Grüne Regierung zum vierten Mal in ihrer Regierungszeit in Folge einen verfassungskonformen Haushalt auf die Beine zu stellen und scheitert damit grandios zum vierten Mal in Folge vor dem Verfassungsgericht.

Das gebührenfinanzierte Fernsehen bringt in der Nachrichtensendung „Aktuelle Stunde“ (die dauert übrigens nur 40 Minuten) jeden Tag ca. 10 Minuten zu dem Streik der GDL um diese zu verunglimpfen. Auf den Gedanken, dass eine marode Infrastruktur der Bahn mehr Zugausfälle oder Bahnverspätungen verursacht kommt kein Redakteur. Hauptsache ein Schuldiger kann schnell präsentiert werden und gegen den Gewerkschaftsvorsitzenden kann richtig Stimmung gemacht werden. Über die Weihnachtsfeiertag übertrifft sich die ARD selbst, in dem sie innerhalb von fünf Tagen drei Mal den Film, der kleine Lord, wiederholt.

Trotz noch nie dagewesener Rekordsteuereinnahmen von mehr als 640 Milliarden, sehen sich weder Kommunen, Länder oder der Bund in der Lage, notwendige 30 Milliarden für notwendige Reparaturen aufzubringen, der Verfall des Landes geht unvermindert weiter.

Im Ruhrgebiet stellt ein Studie fest, dass 25% der Schulabgänger nicht mehr richtig lesen und schreiben können. Defizite im Rechnen sollen demnach 33% haben. Heruntergebrochen auf die unterschiedlichen Schulformen bedeutet es, dass jeder Absolvent einer Hauptschule nicht in einen Beruf eintreten kann, da es an den nötigsten Grundkenntnissen mangelt.

Unser Staatsoberhaupt, der Bundespräsident fordert mehr Kriegseinsätze (wenn auch als letzte Konsequenz) der Bundeswehr, obwohl im Grundgesetz eine Kriegsbeteiligung nur im Verteidigungsfall vorgesehen ist, Konsequenzen daraus folgen nicht.

Die längst fällige Mütterrente wird umgesetzt, die Kosten hierfür werden einseitig auf Arbeitnehmer verteilt, die dazu verdammt sind, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Beamte, Abgeordnete, Freiberufler und Selbstständige bleiben von der Finanzierung ausgeschlossen.

Der sozialdemokratische Wirtschaftsminister stimmt am Vormittag einer in dieser Höhe noch nie dagewesenen Diätenerhöhung von 900 € (ca. 10%) zu, die längst überfällige Neuregelung der üppigen Altersversorgung der Abgeordneten wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Am selben Nachmittag spricht dieser Mann (er ist auch Vorsitzender der Sozialdemokraten) auf einer Gewerkschaftsveranstaltung von Maßhalten und einer maximalen Erhöhung der Gehälter um 3%.

Seit dem Herbst formiert sich Widerstand gegen die Verhältnisse in diesem Land, unter maßgeblicher Beteiligung und Organisation der Rechten. Ein Spitzenpolitiker mit Migrationshintergrund der Grünen beschimpft die Teilnehmer der friedlichen Demonstration als „Mischpoke“. Konsequenzen zu dieser pauschalen Verurteilung gibt es nicht.

Es wird bekannt, dass Unternehmen mit Milliarden Umsätzen in Deutschland die vorhandene Infrastruktur nutzen, aber kaum Steuern dafür zahlen. Möglich macht es die Gesetzgebung in Luxemburg und die europäische Union. Der luxemburgische Präsident, der dieses ermöglichte ist heute Präsident der dieser Union. Als enger Mitarbeiter von ihm dient ein Bankenlobbyist, der die Kontrolle über die Banken und Finanzströme ausüben soll, als Kommissar.

bahnhof-duEs wird bekannt, das amerikanische Softwarekonzerne Daten an die Regierung der Vereinigten Staaten ohne richterlichen Beschluss weiterreichen. Zahlreiche deutsche Unternehmen, wie Krankenkassen, oder die Telekom, welche mit sensiblen Daten arbeiten, denken darüber nach, die für die tägliche Arbeit notwendigen Kundendaten auszulagern, auf amerikanischen Servern. Zahlreiche Kommunen denken ebenfalls über diese Form der Datenauslagerung nach. Der amtierende, deutsche Außenminister gestattet gesetzeswidrig unseren amerikanischen „Freunden“ das Absaugen von Daten vom größten Internetknotenpunkt in Europa, im Tauschgeschäft gegen eine Abhöranlage.

Die Server des deutschen Bundestages eigenen sich nicht nur für die tägliche Arbeit, sondern auch zum Download von Bildern von nackten Jugendlichen. Als dieses publik wird, kommt heraus, dass die gesamte SPD Spitze informiert gewesen ist, obwohl zu der Zeit keine Regierungsbeteiligung vorhanden war. Die Ausreden der Beteiligten wirken fadenscheinig.

Die Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter lässt genügend Freiraum um weiteren, gut dotierten Arbeiten nachzugehen, so wurde in der Spitze von einem Abgeordneten aus dem Bayrischen 1.000.000  (eine Mio) „nebenbei“ verdient. Eine genaue Offenlegung dieser Tätigkeiten (wie viel von wem und wofür) gibt es immer noch nicht.

Im Norden Frankreichs muss ein Schlachthof mit ca. 1.000 Beschäftigten schließen. Der Lohn der Mitarbeitet lag zwischen 14,50 und 20,00 €. Die Versorgung wird größtenteils von deutschen Schlachthöfen übernommen, die Zeitarbeiter beschäftigen, die noch nicht einmal soviel verdienen, dass es für ein genügsames Leben und eine karge Unterkunft ausreicht. Ein Hoch auf die deutsch-französische Freundschaft, da hilft man sich gegenseitig, wenn es mal Engpässe geben sollte.

Kurz vor Weihnachten werden im Ruhrgebiet an einem Rohbau einer Moschee Schmierereien mit rechtem Hintergrund entdeckt. Noch am gleichen Tag wird eine 16-köpfige Sonderkommission zu Aufklärung dieser Tat gegründet. Die durchschnittliche Ermittlungsdauer nach einem Wohnungseinbruch liegt inklusive der Zusendung des Einstellungsbescheides der zuständigen Staatsanwaltschaft bei ca. zehn Tagen. Die Aufklärungsquote bei diesem Delikt tendiert jedes Jahr stärker gegen 0.

Auf vielen Flughäfen in Deutschland werden eklatante Sicherheitsmängel in der Gepäckkontrolle festgestellt. Die Mitnahme von Sprengstoff oder anderen Waffen scheint leichter den je, trotz alles Verschärfungen seit dem 11. September. Das mag vielleicht an den fehlenden Fachkräften liegen, oder vielleicht an der mangelnden Ausbildung und schlechten Entlohnung der Sicherheitskräfte.

Diese Liste ließe sich noch um einige fortsetzen, es ist, wie erwähnt nur eine kleine Auswahl, der Ereignisse aus dem Jahr 2014. Insgesamt darf sich jeder Bürger glücklich schätzen, in einem Land zu wohnen, in dem es demokratisch, freiheitlich und gerecht zugeht. Auf ein gesundes und erfolgreiches 2015, ich freue mich!

2 Gedanken zu „2014 – ein Fazit

  • 4. Januar 2015 um 1:35 pm
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    Betreff Abgeordnetennebenverdienste: Ich zitiere „…Abgeordneten aus dem Bayrischen 1.000.000 Mio „nebenbei“ verdient.“ Das erscheint selbst mir ein wenig viel. Eine Billion? Damit wäre er sofort Präsident der Europäischen Union. Wenn nicht sogar Manager von Bayern München!

    (Ich vermute entweder „1.000.000 €“ oder „1 Mio“)

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    • 10. Januar 2015 um 8:18 pm
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      Danke, es war sehr unverständlich von mir geschrieben, daher habe ich es jetzt verändert und es sollte nun eindeutig sein.

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