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Haldenaufstieg

0101Bekannt ist die Halde ja, vielleicht sogar die bekannteste unter den zahlreichen Ruhrgebietshalden. Die Rede ist hier von Hoheward mit den beiden Bögen des Horizontobservatoriums. Die von unten betrachtet eher klein erscheinen, aber dann bei zunehmenden Aufstieg immer größer und mächtiger werden. Aus der Ferne sind sie sehr gut sichtbar, zumindest wenn klare Sich herrscht.

Sehenswert sind Zeche Ewald und Halde Hoheward in Kombination, nur ausreichend Zeit sollte jeder mitbringen, der Rest verzaubert von selbst.

Der Aufstieg einer Halde ist für mich ja immer so eine Sache. Es gibt meistens auch  verschiedene Wege um auf den Gipfel zu kommen. Da wäre die gemütliche Tour, die mehrmals um die Halde herumführt und sehr zeitintensiv ist, bei dieser Variante kommen gerne mal ein paar Kilometer Wegstrecke zusammen. Dann gibt es oft den etwas kürzeren Weg, den mit Serpentinen, ein Anstieg von einigen hundert Metern, dann eine Kehre und weiter geht es mit dem Anstieg bis hinauf zu Spitze. Als letzte Möglichkeit bieten einige Halten, den sportlichen Aufstieg, also eine Treppe mit reichlich Stufen, aber Vorsicht, oft sind nicht alle Stufen vom Fuß der Halde einsehbar, weil sich in diesen endlos langen Treppen Abschnitte befinden, die einfach gerade aus gehen, ohne Anstiege. Für mich hat sich immer eine Kombination aus allen  vorhandenen Möglichkeiten als die Beste erwiesen, nicht so anstrengend und auch einigermaßen zeitsparend.

Bei  der Halde Hoheward ist das anders. Sie ist groß,  sehr groß. Da kommt bei der Umrundung fast schon eine Strecke wie beim Halbmarathon zusammen. Dafür verschafft einem der Treppenaufstieg eine angenehme Pause zwischen den Stufen. Es gibt Aussichtsplattformen, die einen wunderschönen Blick auf die Zeche Ewald möglich machen. Auf jeden Fall lohnt sich die Mühe den Treppenweg zu gehen.

Oben dann fast eine Enttäuschung, eine Bauzaun und zwei hohe Pfeiler, die einen der Bögen abstützen. Direkt unter den Bögen soll sich wohl niemand aufhalten, Einsturzgefahr. Aber wie das so ist in diesem Land, da hat dann flugs jemand eine Lücke in die Absperrung gearbeitet und das mittlerweile von Unkraut heimgesuchte Plateau ist begehbar,  zwar unerlaubt, aber es ist möglich.

Etwas tiefer, als das Observatorium liegt der Obelisk, der metallen in jedem Sonnenstahl zu Geltung kommt. Ein klasse Anblick. Und der Ausblick von Hoheward, grandios in alle Richtungen. Das grüne Ruhrgebiet von oben wie es sich nicht besser präsentieren könnte.

Wer also dem mittlerweile touristischem Massen auf Zollverein entkommen möchte, dabei eine Zeche hautnah erleben will und anschließen  einen Überblick über Zeche und dem Ruhrgebiet will, der sollte einen Besuch in Herten einplanen, Zeche Ewald und Halde Hoheward in Kombination, nur ausreichend Zeit sollte jeder mitbringen, der Rest verzaubert von selbst.

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