googled4c9dab919003bf2.html

Die Krux mit dem Rhein Ruhr Verkehrsverbund

Mag sein, das ich schon wieder meckere, aber das mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im Ruhrgebiet ist ein Graus! Nicht das wieder die Lokführer streikten, worüber der WDR ja so gern in seiner aktuellen Stunde herzieht, nein, ich denke die Problem liegen tiefer. In Essen ist das Problem die EVAG, die durch permanente Unpünktlichkeit und eine völlig veralteten Infrastruktur versucht bei den Fahrgästen noch Punkte zu sammeln. Ich will es mal so ausdrücken, hätten die Nutzer eine Auswahl an verschiedenen Anbietern, so gäbe es die EVAG nicht mehr, weil keiner mehr mit Ihnen fahren möchte, weil eben unpünktlich und unzuverlässig.

Dann ist da noch das geplante Zusammenspiel mit der Bahn, eigentlich gut, gedacht, aber wenn die Straßenbahn schon ausfällt (mal wieder zwei hintereinander) oder unpünktlich sind, dann klappt das auch nicht mit den Anschlüssen. Konkret: der Zug nach Dortmund um kurz vor 10h war trotz ich nehme eine Bahn früher für mich nicht zu erreichen. Durch die gute und verbraucherfreundliche Taktung hätte ich 55 Minuten warten müssen, da ja nur eine S-Bahn pro Stunde vom Zollverein Nordbahnhof in meine Richtung fährt.

wegnachdortmund-1
Warten auf die Weiterfahrt nach Dortmund im Bochumer Hauptbahnhof

Also ab zum Hauptbahnhof und die S1, die alles im Ruhrgebiet verbindende Linie zu nehmen. Das macht dann 25 Minuten Fahrzeit mit der EVAG zuzüglich der Verspätung der Linie. Anschluß sollte es um 46 geben, was mir noch einmal 12 Minuten Wartezeit einbrachte. Immerhin gibt es auf dem Bahnsteig warme Getränke und eine Raucherinsel, so ist die vertane Zeit halbwegs zu ertragen. Dan die Durchsage, die Bahn verspätet sich um 5 Minuten. Der fragende Blick zur hängenden Uhr verhieß nichts Gutes, die durchgesagte Zeit war überschritten und zwar um 110% aber von dem rot-grauen Verkehrsmittel mit den blauen Sitzgelegenheiten nichts zu sehen. Dank elektronische Anzeige wurde den langsam mürrisch werdenden Fahrgästen in Spe nun mitgeteilt, dass die Verspätung nun satte 20 Minuten betragen würde, also genau die Abfahrtzeit der nächsten -S-Bahn, die sich, welch Wunder, wohl auch verspäten würde. Nach fünfundzwanzig Minuten war das Gefährt endlich am Bahnsteig und natürlich übervoll, aber Sitzplätze werden eh überbewertet, zumal wenn die Fahrt über knapp 40 km gehen soll, vollkommen überbewertet.

Wer jetzt gedacht hatte, die Bundesbahn hätte keine Überraschung mehr parat, der irrt, gewaltig. In Bochum am Hauptbahnhof wurden die knarzenden Lautsprecher in den Wagons bemüht, den Fahrgästen mitzuteilen das diese Bahn jetzt vom Netz genommen wird und man bitte mit dem Anschluss weiterzufahren hat. Wartezeit weitere 10 Minuten und eine weitere übervolle Bahn. Für eine Strecke von knapp 40 Kilometern dann eine Fahrzeit von über zwei Stunden. Mit dem Fahrrad schaffe ich durchschnittlich 17 km/h also wäre ich nicht viel langsamer als die Bahn gewesen.

Also liebes Team des aktuellen Stunde, anstatt das nächste Mal auf streikende Lokführer verbal einzurpügeln, einfach mal einen Beitrag über den täglichen Irrsinn im VRR machen, kommt bestimmt auch bei euren Zuschauern besser an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.