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Unternehmen der Zunkunft

Das ich kein besonderer Freund des örtlichen Verkehrsunternehmens bin, hatte ich in der Vergangenheit schön öfter durchklingen lassen. Steigen die Preise regelmäßig an, so sinkt auch die gebotene Leistung und der Komfort für die Fahrgäste regelmäßig, was sich vor allem in Verspätungen und ausgefallenen Bahnen bemerkbar macht. Selbst wenn im Herbst/Winter das Wetter dem Beförderer mal ausnahmsweise keinen Ausreden liefert, ist die EVAG sehr kreativ im Erfinden von neuen Gründen um Verspätungen zu rechtfertigen.

Die bei mir fast vor der Haustür liegende Haltestelle Zollverein gehört aufgrund des mittlerweile sehr hohen Touristenaufkommen zu den meist frequentierten Haltestellen in der Stadt. Als Tourist macht es ja auch Sinn, sich nicht dem elendigen Kampf um die vorhandenen Parkplätze auszusetzen, sondern gleich auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu setzen und sich vom Bahnhof (Essen und auch Gelsenkirchen) zum Weltkulturerbe chauffieren zu lassen, ökologisch sinnvoll also. Um den Auswärtigen einen reibungslosen Ticketverkauf zu ermöglichen, steht an dieser Haltestelle, wie an jeder anderen auch, ein Fahrkartenautomat, der alle möglichen Fahrscheine nach Wahl ausdruckt, auch Gruppentickets, was ja bei mehr als 2 Millionen Besuchern der alten Industriestädte auch Sinn ergibt. Da die einfache Fahrt zu den Bahnhöfen Richtung Süden (Essen) oder Richtung Norden (Gelsenkirchen) jeweile pro Person 2,60 €, ab Januar sogar 2,70 € kostet, wird gerne auf ein oder mehr Viererticket zurückgegriffen um ein paar Cent zu sparen. Der Preis hierfür liegt aber so um die 10 €, so dass gerne Euroscheine zur Bezahlung genutzt werden.

EVAG, immer inkompetent  und Fahrgastunfreundlich!

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EVAG Lösung, einfach abbauen als reparieren

Nun hatte der Automat seit Anfang des Jahres einen kleinen Fehler, der nahm längst nicht mehr alle Geldscheine an und wer einen Fahrschein erwerben wollte, tat gut daran, mehrere Banknoten in der Geldbörse zu haben um der Launigkeit des Automaten durch einen anderen Schein ein Schnippchen zu schlagen und trotzdem an den gewünschten Fahrschein zu kommen. Es war jedes Mal ein Geduldsspiel. Da es mir ähnlich erging, machte ich mir insgesamt fünf Mal die Mühe dieses der EVAG an verschiedenen Servicentern mitzuteilen, das der Fahrkartenautomat an der Zeche Zollverein offensichtlich ein Problem mit dem Einlesen der Geldscheine hat. Die Reaktion ließ lange auf sich warten oder anders gesagt, sie fand nicht statt. Zwischenzeitlich kaufte ich meine Fahrtberechtigungen am Kiosk, damit war die Sache für mich erledigt, für die Besucher der Stadt Essen leider nicht.

Da einen die erlebten Geschichten ab und an auch wieder einholen können, erfuhr ich vor einigen Tagen. Ein älterer Mann bat mich, ihm ein Ticket zu ziehen und drückte mir eine Fünfeuronote in die Hand. Es sollte für ihn zum Krankenhaus Stoppenberg gehen, vier Haltestellen für günstige Zweisechzig! Als ich so vor dem Automaten Stand, das Ticket auswählte mich auf mehrere Möglichkeiten der Zuführung des Geldscheins einstellte, fand ich heraus, das der Verkehrsbetrieb reagiert hatte, aber auf seine ganz eigene Weise. Der Teil der Scheinannahme wurde einfach entfernt und durch eine Metallplatte ersetzt. Es ist nur noch möglich mit Münzgeld zu zahlen, zumindest an diesem Hot Spot für Touristen. Wer also Menschentrauben vor dem Automaten an der Haltestelle sieht, das sind keine Automatenvandalen, es sind einfach Besucher der Zeche, die all ihr Kleingeld zusammen suchen um wieder nach Hause zu kommen.

EVAG, immer inkompetenten und Fahrgastunfreundlich!

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