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Die Begrüßung

Oft ist es ja der Fall, dass bei großen Ausstellungen die Laudatoren kein Ende finden wollen. Es wird noch auf die Verdienste von XY hingewiesen, das gegenseitige Schulterklopfen will kein Ende nehmen und die Bestätigungen für die großartigen Leistungen mit der Idee und Umsetzung der Ausstellung erscheinen endlos, egal in welcher Stadt und an welchem Ort.

Viele Einladungen wurden zu diesem Event verteilt, an alle die noch aufzutreiben waren und in den sechziger, siebziger achtziger oder neunziger Jahren ein Instrument fehlerfrei bedienen konnten, oder ein paar Töne rhythmisch in ein Mikrofon hauchen konnten, das alle auf den Bühnen des Ruhrgebiets im Licht der Scheinwerfer. Alles hatte zur Folge, das die Halle 6 der Zeche Zollverein schon zur Begrüßung recht gut gefüllt war, Zu gern wollte man den Zuhörern glaubhaft machen, der Pott stünde fast auf einer Stufe mit den großen Musikmetropolen der Republik.

Für mich treffend hat Stefan Stoppok kurz vor Beginn seiner Darbietung das alles in einem Satz zusammengefasst und es dem Publikum durch die Lautsprecher verkündet: „Hättet ihr damals, Mitte der Achtziger schon soviel für die Musikszene getan…“ und plötzlich war mir wieder bewusst, warum ich ihn mag und gerne auf seine Konzerte gehe.

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