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Aufzucht

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das Provisorium hatte ausgedient

Im letzten Frühjahr zur Brutzeit, wurde mein natürliches Balkon-Ökosystem empfindlich durch die schwazgefiederten Freunde mit den orangefarbenen Schnäbeln empfindlich gestört. Dieses Jahr ebenfalls. So wurden die von mir erworbenen und zur Auflockerung der Erde in den Balkonkästen eingesetzten Regenwürmer durch die Unersättlichkeit der Vögel arg dezimiert.

Trotzdem gelang es mir, einige Exemplare zu retten und unter den Platten auf dem Freisitz schlummerten ungeahnte Reserven an Würmern. Gut klein waren sie, es musste sich um die jüngste Generation der fleißigen Erdarbeiter handeln, die bis zu Fortpflanzung gute Pflege und noch viel Zeit brauchen. Da ich das gesamte erste Halbjahr fleißig gesammelt hatte und diese dann in einem Provisorium, welches mit Nahrung rund reichlich Sauerstoff versorgt wurde zu Zuchtzwecken gesammelt habe, war es an der Zeit, alles ein wenig professioneller zu gestalten um dann im nächsten Frühjahr über ausreichend Wurmmaterial zu verfügen um weiterhin über ein üppiges Pflanzwachstum in meinem Balkonbiotop zu verfügen.

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Befüllung in unterschiedlichen Schichten

Eine neue Bleibe für das Getier musste her. Eine, die nicht soviel Dreck verursacht und die durch unermüdliche Wurmarbeit kostbar gewordene Erde sammelt und nicht durch die Lüftungsschlitze rund um die Aufbewahrungsbox auf den Boden des Freisitzes verteilt und beim vorbeigehen unter den Schuhen kleben bleibt um so in der Wohnung für verstärkte Verschmutzung zu sorgen. Es wurde also höchste Zeit, sich diesen Problemen anzunehmen und für Abhilfe zu sorgen.

Die Lösung erschien mir in einer neuen Plastikbox, diesmal mit Deckel um die kleinen Racker vor den schädlichen Umwelteinflüssen von oben, sprich unverschämte und heimtückische Drosselangriffe, zu schützen. Das Problem der mangelnden Lüftung konnte mein gezielter Einsatz des Akkuschraubers mit der Bestückung mit entsprechenden Bohrern besorgen. Der finanzielle Aufwand hielt sich auch in überschaubaren Grenzen.

Gesagt getan, Box und Deckel käuflich erworben, der Bohrgerät liegt eh immer aufgeladen im Regal und fristet meist ein unbeachtetes Dasein und die passenden Bohrer waren schnell montiert. Es konnte also losgehen mit dem Bau eines neuen Heimes für geschundene Regenwürmer.

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die verschiedenen Schichten sind klar zu erkennen

Nach dem Bohren machte ich mich an die Füllung des neuen Lebensraums, hier sollte Ausgeglichenheit der Behausung im Einklang mit optimalen Möglichkeiten der Vermehrung und der guten Futterversorgung im Vordergrund stehen. Folglich entschloss ich mich für ein Mehrschichtsystem mit verschiedenen Komponenten für den Lumbricus terrestris, in der Hoffnung, dieser möge seiner natürlichen Bestimmung nachkommen, sich rasch zu vermehren und dabei viel Laub und sonstige Balkongartenabfälle und fruchtbare Erde umwanden. Daher wählte ich folgende Reihenfolge: Erde, Gartenunrat, klein zerteile Stücke eines Eierkartons (soll bei der Vermehrung Wunder wirken), wieder etwas Erde gefolgt von Gartenunrat und als Abschluss eine ca. 3 cm dicke Schicht weiterer Erde, damit alles gut abgeschottet ist und nichts die Fruchtbarkeit der Akteure stören würde. Abschließend goss ich ich alles noch ein wenig, den Getränke dürfen Nie zu kurz kommen.

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