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Quadratisch, praktisch gut?

Mittlerweile ist es ja so, dass jede Stadt (zumindest die ich etwas besser kenne), einige Objekte der neuen Architektur haben muss, wenn möglich in Verbindung mit Wasser. Als bestes und wohl landesweit bekannteste ist die Hafen City in Hamburg, gefolgt von Medienhafen in D’dorf und die vor einigen Jahren bebauten Hafenflächen in Duisburg. Selbst die westfälische Provinz in Münster verschloss sich diesem Trend nicht. Klar das die beiden Ruhrmetropolen Essen und Dortmund da nicht nachstehen können und ebenfalls etwas Quadratisches in Verbindung mit Wasser brauchten um in dieser Liga, zwar ein untergeordnete Rolle, aber immerhin mitspielen zu können.

In Essen ist es die Grüne Mitte unweit der City, vor der Universität und wird derzeit mit dem neuen Gebäude des Medienkonzerns WAZ aufgewertet. Ein wenig Wasser ist auch dabei.

Dortmund hat da etwas mehr geklotzt und gleich einen kleinen See angelegt, etwas außerhalb des Zentrums. Die Rede ist vom Phönixsee. Leider sieht jeder Spaziergänger nun mal nichts von dem Ortsteil Hörde, es sei denn er reist mit den öffentlichen Personennahverkehr an und bewältigt die Strecke vom Bahnhof bis zum See zu Fuß. Der See selbst ist recht überschaubar. Die moderne Quaderarchitektur bestimmt das Bild und reicht sich in unterschiedlichen Farben und kleineren Abweichungen im urbanen Kastendesign. Langsam könnten sich Stadtplaner und Architekten mal wieder ein paar neuere Formen einfallen lassen. Es würde vielen Städten gut tun, wieder etwas mehr Abwechslung in ihre Erscheinung zu bringen.

 

Aber zurück zum See, der auf dem ehemaligen Gelände des Stahlwerkes Phönix Ost entstanden ist. Der geübte Fußgänger schafft die Umrundung relativ schnell, denn der See ist nicht unbedingt groß. Die Wohnschachteln verdecken zudem den Blick auf die alte Bebauung, was ich leider sehr schade finde, Jede Stadt sollte zu ihrer Geschichte stehen und auch der ursprünglichen Bevölkerung einen Zugang zum Wasser ermöglichen, es sollte für alle da sein und nicht nur für diejenigen, die sich die üppigen Quadratmeterpreise leisten können. Für mich ein Beispiel von ungelungener Stadtplanung, aber Dortmunds Stadtplaner werden das sicherlich anders sehen.

Die Fahrtkosten dieses Artikels wurden durch die Erstattungen des Pünktlichkeitsversprechen der EVAG bezahlt.

2 Gedanken zu „Quadratisch, praktisch gut?

  • 11. Oktober 2016 um 5:35 pm
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    Es gibt echt Leute die für solche Wohncontainer bezahlen?

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    • 13. Oktober 2016 um 1:42 am
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      Sogar deutlich mehr als für herkömmliche Immobilien, Seeblick halt.

      Antwort

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