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Auf dem neuesten Stand

Das ich ja so meine Probleme mit der EVAG habe, ist ja ein offenes Geheimnis. Um es drastisch auszudrücken, ich halte die angebotenen Dienstleistungen für schlecht, nein, für grottenschlecht! Ein Verkehrsbetrieb, der erhöhtes Fahrgastaufkommen als Verspätungsgrund angibt hat sein sein Geschäftsfeld nicht verstanden. Jede Kneipe würde sich über eine schnell ansteigende Zahl der Biertrinker freuen, diese Einstellung erwarte ich auch von einem öffentlichen Bahn- und Busbetrieb, so einfach sehe ich das.

 

Sicherlich ist es ein Hindernis, dass die Infrastruktur, also Haltestellen nicht mehr auf dem neuesten Stand ist, was das Alter des Fahrzeugparks anbetrifft, so würde ich den als Außenstehender als „biblisch“ ansehen, denn U-Bahnen aus dem siebziger Jahren und auch Straßenbahnen aus der gleichen Dekade sind bestimmt wartungsintensiver und reparaturanfälliger als Vehikel neueren Datums.

 

Zumindest was die Haltestellen anbetrifft, so steht Essen vor einer nicht dagewesenen Modernisierungswelle. Den Anfang machte die unter dem Einkaufstempel Limbecker Platz gelegene Straßenbahnebene. Das poppige Orange aus der Posthippiezeit ist einem seriösen Grau mit Messingelementen gewichen, der Boden wurde in einem Naturstein neu gestaltet, aber die Element für Barrierefreiheit (die geriffelten Bodenelemente) wurden vergessen. Dabei wäre es ja schön, wenn eingeschränkt Sehfähige am normalen Leben teilnehmen könnten und ungehindert Busse und Bahnen nutzen könnten, ohne große Einschränkungen.

Bis 2020 sollen ja alle Haltestellen barrierefrei umgebaut sein, aber das scheint mir, so wie ich die EVAG in den letzten Jahren kennengelernt habe, eine nicht zu realisierende Aufgabe zu sein, mit anderen Worten, ich sehe da ein großes Desaster auf die Stadt zukommen. Jetzt steht aber erst einmal die Fusion, mit einem anderen, von der Unfähigkeit geprägtem Verkehrsbetrieb aus der Nachbarstadt Mühlheim an, genau das Unternehmen, welches zwei seiner vier Straßenbahnlinien stilllegte, weil sie nach dreißig Jahren festgestellt haben, das zu großer Sanierungsstau besteht, nachdem dreißig Jahre keine Instandhaltungsmaßnahmen an den Linien erfolgt. Nach der Fusion erwarte ich dann die größte und unfähigste Verkehrsgesellschaft in der Metropole Ruhr, aber Hauptsache das Pünktlichkeitsversprechen bleibt!

Und wer sich gerne noch einmal in die Zeit von Love and Peace zurückbeamen möchte, kann das gerne auf der U-Bahnebene am Einkaufszentrum Limbecker Platz tun und sogar eine Zeitreise antreten, und am Endpunkt der Linie 18 in dem grellen Orange in Mühlheim Hauptbahnhof aussteigen. Entsprechende Musik, hier empfehle ich California Dreaming, ist auf dem Handy mitzubringen

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