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Voll im Plan!

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Alt und Neu harmonisieren an der umgestalteten Haltestelle

Großbaustellen liegen ja voll im Trend, gerade erst ist mit kräftiger Verspätung die Elbphilharmonie in Hamburg fertig geworden. Bis die Bundeshauptstadt, Berlin mit dem neuen Großflughafen nachzieht ist auch nur noch eine Frage von Monaten Jahren und das Bahnhofsprojekt aus der schwäbischen Metropole steht bekanntlich auch in den Startlöchern. In dieser Liga spielt das Ruhrgebiet bekanntlich nicht mehr mit, mit seinen 53 Städten, aber immerhin hat es der Verkehrsversorger der Stadt Essen geschafft, über einen Zeitrum von mehr als achtzehn Monaten eine Haltestelle zu sanieren, das ist immerhin schon ein Anfang.

 

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Top Sanierungsqualität

Besonders gelungen finde ich das neue Design, es ist hell und freundlich geworden. Die Wandverfliesung wurde extra in Portugal angefertigt, mir ist zwar noch nicht ganz klar, was die Bilder aussagen sollen, aber es liegt wohl an meinem mangelnden, künstlerischen Verständnis. Hell hätten die Wände auch werden können, aber dann kamen die Männer mit der dunkelgrauen Farbe in den Eimern und habe das Konzept der Freundlichkeit in einer Nacht- und Nebelaktion über den Haufen geworfen.

Besonders der Brandschutz muss seine Erwähnung finden, hierbei sollten diese neuen Türen im Vordergrund stehen, Eine Kleinigkeit zwar nur, aber sie sind einfach unsichtbar, das wird den Ingenieuren in Berlin den Neid ins Gesicht treiben, bei soviel Kompetenz im Ruhrgebiet. Die Verhinderung von Feuer ist im Süden von Berlin schon seit Jahren ein heikles Thema, was dort wohl schwer in den Griff zu bekommen ist. In diesem Fall kommt keiner um ein Kompliment an die EVAG herum.

 

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ein Quell an Helligkeit, die neue Deckenbeleuchtung

Weiter sollte die neue, helle Deckenbeleuchtung hervorgehoben werden. Hier wurden alte Element der poststalinistischen Ära aufgegriffen und neu interpretiert. Ein famoses Beispiel, auch für andere Kommunen und Verkehrsbetriebe, ein funktionales Design mit einfachen Mitteln anzuwenden. Hier bin ich mir ganz sicher, es wird zahlreiche Nachahmer in unserem Land bei diesem Konzept geben.

Nicht unerwähnt sollte die Fürsorge für die Kleinsten unter den Fahrgästen, bleiben. Da es doch vermehrt zu Fahrtausfällen gekommen ist, wurde kurzer Hand ein Konzept zur Vermeidung von langer Weile mit in den Sanierungsplan aufgenommen. Ein Abenteuerspielplatz mit Wassertonnen, soll die Wartezeit der Jüngsten unter uns wie im Fluge vergehen lassen. Leider ist noch nicht ganz geklärt, wer in diesem Bereich der Haltestelle die Aufsicht führen soll, damit Unfälle erst gar nicht auftreten werden. Im Gespräch sind drei anzuschaffende Arbeitsplätze oder fünf neue Stellen für Eineurojobeber, hier fehlt es noch an der nötigen Abstimmung zwischen den zuständigen Behörden.

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Farbtupfer gegen die Eintönigkeit

Insgesamt ist auch die Umsicht der Essener Verkehrs AG zu loben, die mit diesem 2,5 Millionen teuren Umbau keine Beeinträchtigung der Fahrgäste hat aufkommen lassen und eine Fertigstellung in der angekündigten Zeit realisiert hat. Dieser Sachbestand kann nicht oft genug erwähnt werden, ein Umstand der heute nicht mehr alltäglich ist.

Dieser Beitrag kann Spuren von Sarkasmus und ganz viel Ironie enthalten…

 

 

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