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Nikolaus oder doch versteckte Erziehungsmethoden?

Putz die Schuhe, sonst vergisst Dich der Nikolaus“ hörte ich in meinen jungen Jahren oft aus dem Mund meiner Mutter. Natürlich funktionierte das nur bis zu einem gewissen Alter, denn irgendwann wurde auch mir klar, dass es zwar den Namen gibt, aber die Namensträger nicht durch die Nacht ziehen und nur geputzte Schuhe von fremden Kindern mit Süßigkeiten füllen. Und ehrlich, mir ist es noch nie untergekommen, dass sich in kleinen Kinderschuhen Ruten oder ähnliche Gegenstände zu Erziehung befanden.

Aber wenn ich ein gelernt habe, in den Wochen vor dem 6. Dezember, dass geputzte Schuhe um einiges besser aussehen als Ungeputze und die Füße bei nasskaltem Wetter länger trocken bleiben und somit warm. Das hat sich fest in meine Gehirnwindungen verankert. Also putze ich noch heute regelmäßig die Schuhe, ganz konservativ mit unterschiedlichen Bürsten, eine zum Säubern, die für alle Schuhe verwendet wird, dann die Kleinen um Creme aufzutragen, auch in den unzugänglichen Stellen und als letztes, die zum blankputzen, bevor ich den Hochglanz mit einem Baumwolltuch auf das lederne Schuhwerk aufbringe. Keine Experimente mehr, keine Tubenlösungen mit Schwamm drauf, der sowieso nach der Hälfte der Tube so vollgesogen ist mit der Crem, das es beim Putzen keinen Spaß macht, weil sie sich schlecht verteilen lässt, die Schuhpflege. Jeder der schon einmal einen Schuhcremschwamm ausgewaschen hat, findet zwangsläufig wieder zu der alten, aber deutlich praktikableren Lösung mit den zwei Bürsten zurück.

Es hatte also etwas, die Erziehungsmethode mit nach dem Zuckerbrot und Peitsche Prinzip und wenn es nur geputzte Schuhe sind.

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