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Grüne Hauptstadt Europas

Eilig im Herbst bepflanzte Inseln in den kleinen Parks entlang der Touristenstrecke der Straßenbahn Linie 107

Endlich ist es soweit, nach der Kulturhauptstadt Europas bei der Essen als Ruhrmetropole stellvertretend für das gesamte Ruhrgebiet die Verantwortung trug, konnte ein weiterer Titel, der, der grünen Hauptstadt Europas, in die lange Geschichte der traditionsreichen Bergbaustadt hinzugefügt werden. Die Auftaktveranstaltung findet am kommen Wochenende, Samstag und Sonntag im Gruga Parkt statt. Wie bei solchen Events üblich, werden Gäste aus Europa, Bund und dem Land erwartet. Angesichts der Temperaturprognosen hoffe ich mal, das auf den umweltschädlichen Einsatz von Heizpilzen im Musikpavillon verzichtet wird und die Gäste sich entsprechend der Witterung kleiden.

Alle Bürger des alten Kontinents schauen auf diese Stadt, auf die Veranstaltungen, die im Laufe des Jahres folgen werden, auch um die Lebenswertigkeit dieser Stadt, ja der ganzen Region im Sinne aller umweltfreundlichen Maßnahmen einer Vielzahl von Interessenten schmackhaft zu machen. Und wie sich der Ort gewandelt hat, seit 2010, in dem Bundesland mit der verfallenen Infrastruktur und den täglichen Staurekorden auf den Autobahnen und Straßen. Die Unzuverlässigkeit der öffentlichen Verkehrsmitteln gepaart mit der Inkompetenz des städtischen Verkehrsbetriebes, der zu allem Überfluss noch mit einem weiteren, mindestens ebenso unfähigen Verkehrsunternehmen der Nachbarstadt in diesem, so für die Umwelt wichtigen und Straßen entlastenden, neuen Verkehrsverbund fusionieren möchte. Die Überlegung, die am meisten frequentierte U-Bahnlinie des Ruhrgebiets in der Taktung weiter auseinander zu ziehen um die Belastung auf der ohnehin schon überfüllten Lebensader der Ruhrmetropole, der A40, noch weiter in die Höhe zu treiben.

Auch ein immer noch nicht ausgereiftes Konzept für den örtlichen Fahrradverkehr, der eine sichere Möglichkeit bietet, von den Stadträndern in die City zu gelangen, dafür aber kommunenübergreifend an einer „Fahrradautobahn“ zu planen, damit künftig mehr die schadstoffausstoßenden Vehikel stehen lassen. Ein Verkehrsverbund, bei dem die jährlichen Fahrpreiserhöhung das Pünktlichste ist. Das alles macht die grüne Hauptstadt Europas im Jahr 2017 aus.

Die Politiker aus Bund und Land werden in den kommenden Monaten zahlreich vertreten sein, um sich im Glanz zu sonnen den solch ein Titel für eine Stadt mit sich bringt und bei vielen Veranstaltungen präsent sein. Sie werden kluge Reden schwingen, in die Kameras lächeln, alles auf über den Klee loben, mehrmals in ihren Statements betonen, wie wichtig diese Auszeichnung für die Region ist und das jeder doch bei der nächsten Wahl, egal ab zum Landtag im Mai, oder zum Bundestag im September, die Stimmen der Kandidaten seiner oder ihrer Partei geben möge, damit auch in Zukunft der Fortschritt und das Wohlergehen des Landes gewährleistet ist, denn für diese Region setzt sich nur die eigene Partei ein.

Wer schon einen Blick auf das Programm werfen möchte, kann es nachlesen und seinen Kalender für das Jahr 2017 mit der einen oder anderen Darbietung füllen, so wie ich es getan habe.

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