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Vor langer, langer Zeit…

Das Ruhrgebiet ist eine Ansammlung von Städten, die wiederum auf vielen kleinen Städten und noch kleineren Ortschaften entstanden sind. Das hat den Nachteil, das es nicht unbedingt eine Stadtmitte gibt, eher mehrere Citybereiche, die auch noch unterschiedlich groß sind. Es hat aber

altes Zechenhaus

auch Vorteile, so gibt es viel Grün zwischendurch, manchmal sogar innerhalb der einzelnen Orte. Kleine Wälder zwischen den Feldern, einige Alleen mit prächtigem Bäumen, ja sogar ländlich wirkende Stadtteile sind auch darunter, also praktisch wie eine dörfliche Gegend. So ist auch die südliche Feldmark in Gelsenkirchen. Kleine Zechenhäuser in Kreuzform, und jede der Wohnungen mit einem Fleckchen Garten, also grün. Heute wird da woh eher in den seltesten Fällen Obst und Gemüse angebaut, die Versorgung hat in vielen Fällen der örtliche Supermarkt übernommen. Aber ein gutes hat diese Bauweise. Oft befinden sich zwischen den einzelnen Häusern und den Gärten kleine Wirtschaftswege. Soweit nichts besonderes.

In der Feldmark aber, steht noch eine kleine Siedlung dieser Zechenhäuschen, die vom Modernisierungswahn fast vollständig verschont wurde. Die Klinkerfassaden leuchten nicht in rot, das ist eher zu erahnen, die Farbe scheint nur an abgestoßenen Ecken durch. Die Steine sind noch authentisch, wie es sich für alte Ruhrgebietssiedlungen gehört, schwarz eingefärbt.

… ob sich vor langer zeit alle daran gehalten haben?

Und die Wirtschafswege, pure Romantik. Einfach mal die Augen schließen und sich die Zeit von vor mehr als 70 Jahren vorstellen, schnelle Schritte, ab und an das dumpfe Geräusch eines Tritts gegen das Spielgerät, den Ball. Es gibt wohl etliche Kinder, die hier von einem Auftritt im blauen Trikot geträumt haben, es einmal nur zutragen in der Kampfbahn ein paar Kilometer weiter nördlich im benachbarten Stadtteil Schalke, in Kombination mit den weißen Hosen. Und dann ist da noch der kleine, quirlige, den alle später den „Stan“ rufen werden…

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