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Notwendigkeiten?

Ab und an verschlägt es mich auf diesen Markt, immer dann wenn eine meiner Uhren ein neues Armband oder eine neue Batterie benötigt. Der Preisunterschied zum Essener Fachhandel ist einfach gewaltig. Verlangt der Einzelhandel gerne das doppelte für die Energie, so liege ich bei diesem Uhrmacher mit seinem Stand deutlich günstiger. Beim neuen Armband fällt der Unterschied noch deutlicher zum festen Geschäft aus.

…jede Seite war kurz davor, in Tränen auszubrechen

Aus dieses Mal hatte ich ein besonderes Anliegen. USB Sticks sollten es sein, gleich vier, denn ich wollte mal wieder verschiedene Betriebssysteme ausprobieren. Bei der Größe des des vorhandenen Speicherplatz orientierte ich mich eher am unteren Bereich der verfügbaren Angebote, mit anderen Worten: 4 GB waren ausreichend. Die vorher von mir geprüften Angebote in den satt gefüllten Auslagen der Märkte mit allerlei Elektronik versprachen zwar reichlich Auswahl, aber auch für meinen Geschmack zu hohe Preise und was doll ich mit einer doppelten oder vierfachen Kapazität wenn die geringe mehr als ausreichend ist?

Ein weiteres Argument waren die frühlingshaften Temperaturen, die an dem Samstag morgen einluden um den fliegenden Händlern einen Besuch abzustatten. Also Kamera ums Handgelenk und aufgemacht.

Es dauerte nicht lange, da hatte ich einen Marktbeschicker ausgemacht, der die Objekte meiner Begierde in ausreichender Stückzahl vorrätig hatte. Der aufgerufene Preis erschien mir aber doch noch deutlich zu hoch und so kam es zu diesen Situationen, die ich manchmal sehr liebe, es fand ein richtiger Handel statt. Es ist diesen Händlern bewusst, dass sie ein Produkt anbieten, was eigentlich, wenn die Speicherkapazität gering ist, nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht. Die Anzahl der für diese Ware in Betracht kommenden Kunden ist nicht mehr hoch, allerdings sind sie grundsätzlich der Meinung, dass meine Angebote jenseits von Gut und Böse sind und sie noch in den kommenden Tagen in ihren finanziellen Ruin treiben würde. Ich hingegen vertrat die Auffassung, dass seine Offerte um mindestens das Doppelte zu hoch ist und mich in der folgenden Woche in den finanziellen Ruin treiben würde. Eine gute Grundlage für einen über Minuten andauernden Handel, wie er auf solchen Märkten üblich ist. Das feilschen um den Preis dauerte schon einige Minuten, jede Seite war kurz davor, in Tränen auszubrechen, in Anbetracht der angewandten Strategien, die nicht ein gutes Geschäft versprachen, sondern nur den wirtschaftlichen Niedergang des Anderen.

Wie es aber so oft ist im Leben, es wird eine friedliche Einigung erzielt, mit der gelebt werden kann, die Ware wechselt seinen Besitzer und ein Schein mit ein paar Münzen auch. Ein Lächeln verkneifen sich Beide dennoch zum Abschluss, denn die vorgetragenen Argumente dürfen sich nicht in Wohlgefallen auflösen, denn dann würde der Verlust des Gesichtes bedeuten und das will ja keiner trotz aller Härte der Verhandlungen.

Gelsen Trödel, ab 2017 auch ab zu Sonntags!

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