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Am Sonntag früh aufstehen?

Die App auf dem Handy versprach für die vorösterliche Woche nichts gutes, Temperaturen die wir auch im Winter 15/16 hatten, also ein Rückgang auf gerade einmal 10°, kein Wetter für mich. Daher war es für mich klar, ich musste den Sonntag vor Ostern nutzen, die erste Haldenbesteigung im Jahr 2017 war geplant. Allerdings war ein Fußmarsch von gut einer Stunde dazu nötig und mit der Kamera über der Schulter wird diese zeit noch um einiges überschritten, weil mir immer Dinge am Wegesrand auffallen, die es verdienen, digital festgehalten zu werden. Also sollte mein Tourstart doch deutlich vor acht Uhr erfolgen. Das Thermometer zeigte noch einstellige Werte an, also passe ich meine Garderobe entsprechend an. Ein Tuch für den frisch gewaschenen Hals, die Jacke mit dem Innenfutter, Objektivauswahl in der Gürteltasche und die Kamera geschultert, so ging es los.

….das Fördergerüst der nahen Zeche Holland im Dunst…

Das Ruhrgebiet hat ja viele stillgelegte Bahnstrecken, die sich hervorragend für Fußgänger und Radfahrer eignen. Die Radfahrer gehören eher der Spezies „länger Schlafen“ an und sollten mich auf dem ersten Teilstück nicht durch klingeln vom Weg vertreiben. Lediglich einige Jogger quälten sich zu früher, sonntäglicher Stunde auf dieser ruhigen und vom Autoverkehr verschonten Strecke. Insgesamt freute ich mich über meine Bekleidungsauswahl, und war froh über das Halstuch, aber dreißig Minuten später öffnete ich den Reißverschluss der Jack zu Hälfte. Damit nicht genug, eine weitere halbe Stunde später zog ich den Zipper ganz nach unten, und öffnete den Blouson komplett, sieht ja eh besser aus. So erreichte ich, mit einen fotografischen Unterbrechungen, den breiten Weg zum Haldenaufstieg. So einen Aufstieg mache ich ja nun nicht komplett, sondern in mehreren Etappen, Fotopausen wird das von mir genannt, denn es gibt immer wieder Dinge, die es verdienen, digital verewigt zu werden.

Für den fotografischen Exkurs auf der Rhein/Elbe mit der Himmelstreppe war eine gute Stunde eingeplant, die leider nicht ganz eingehalten wurde, aber es war ja Sonntag und ich wollte mich jetzt nicht durch meinen aufgestellten Zeitplan hetzen lassen. Die nächste Station meiner Besuchsplanung war eh nur noch ein paar hundert Meter entfernt, also ließ ich mir den notwendige Zeit.

Das Wetter hätte ja nicht besser sein können, zumindest was die Temperaturen anbetraf. Leider war der Fernblick nicht so, wie ich es mir erhoffte, denn die Luft war sehr staubig und ein optisches Instrument wie ein Fotoapparat ist da sehr penibel, wenn es um klare Sichten geht. Aber durch die längere Nichtregenperiode war die Luft doch sehr staubig, was die Aussicht doch sehr beeinträchtigte. So war das Fördergerüst der nahen Zeche Holland im Dunst gehüllt, der einem Londoner Nebel in nichts nachstehen würde. Die Perspektive Flutlichtmasten und Förderturm einträchtig auf einem Bild musste an diesem Sonntag leider ausfallen.

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