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Nach dem Test ist vor dem Test

Jeder kennt diese Situation, nur eben schnell das lebensnotwendige Rezept vom Hausarzt abholen und Zack, es befindet sich ein neues Objektiv in der Tasche. Es ist schon schlimm, wenn der Fotohändler des Vertrauens immer eine prallgefüllte Auslage in seinen Schaufenstern hat und schwache Wese, wie ich eins bin, kommen dann auf den dummen Gedanken einen Spontankauf vornehmen zu müssen! So ist es mir vor einigen Tagen passiert. Es handelt sich um ein Teleobjektiv im mittleren Bereich mit der Brennweite 35-100 mm (Umrechnung im Kleinbild 70-200 mm). Ganze 135 g schwer und mit einer montierten Länge von 5 cm an der Kamera, also äußerst kompakt.

… also genau den Zweck erfüllt, den…

Klar war dann für den nächsten Tag auch, dass wieder ausgiebig getestet werden musst. Da die kleinste Blende mit 4,0 nicht unbedingt als Lichtstark anzusehen ist, habe ich mir den Weg in die Besucherebene gespart und nur im Außenbereich der großen Zeche bei mir in der Nachbarschaft ein wenig herumprobiert. Es ist immer wieder schön, so ein vielseitige „Testgebiet“ fast direkt vor der Haustür zu haben.

An der Kamera montiert ist die Optik nicht viel größer als die von mir in den meisten Fällen bevorzugte 30 mm Brennweite, ein wenig länger und voluminöser, das war also schon alles. Die Handhabung ist denkbar einfach und die mitgelieferte Gegenlichtblende unterstreicht den Anspruch des Objektivs, eine reines Tageslichtlinse zu sein, also genau den Zweck erfüllt, den ich mit dem Erwerb vorgestellt habe.

Die Perspektiven, die sich durch den Zoombereich ergeben sind allerdings völlig neu. Das von mir bislang praktizierte „möglichst nah ran“ an das Motiv gilt nun nicht mehr, heranholen ist jetzt Trumpf. Und was die Motive der Zeche betrifft, so werden die Bildausschnitte kleiner und dadurch detailreicher. Sicherlich werde ich in den nächsten Tagen, wenn sich der Dunst über dem Ruhrgebiet durch einen kräftigen Regen die Luft gereinigt hat noch einmal eine Haldenbesteigung vornehmen um einmal etwas in die Ferne zu schauen, durch die neue Linse. Ein Teleobjektiv braucht keine mit Staubpartikeln geschwängerte Luft, sondern klare Sicht. Und ein Versuch der Sportfotografie und Tierfotografie seht dann wohl auch noch an, wenn sich die Temperaturen wieder auf einem frühlingshaften Level eingependelt haben und damit sollten die Tests abgeschlossen sein.

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