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Landtagswahl 2017 – ab jetzt Kraftlos

Bekanntlich engagiere ich mich ja des öfteren als Wahlhelfer, so auch am vergangenen Sonntag. Eigentlich ist es nur die Neugier darauf, wie mein Umfeld hierzu eine Nachbetrachtung aus meinem Wahllokal.

Die Wahlbeteiligung sank nochmals unter das Niveau von 2012 und lag bei erschreckenden 41,X %. Hier im Umfeld gibt es einige Mehrfamilienhäuser mit kleineren Wohnungen sowie Einfamilien- und Reihenhäuser. Als durchschnittliche Wohngegend im Essener Norden würde ich es bezeichnen. Der Anteil der Bewohner mit Migrationshintergrund ist in gerade in den Mehrfamilienhäusern überproportional.

Foto: Pressestelle des Landes NRW

Vor der Wahl gebe ich immer gerne eine Prognose ab, wie die Partei abschneidet, die relativ „neu“ im politischen Geschäft ist und wie ich persönlich deren Chancen auf einen Einzug in das Landesparlament sehe und wie die Partei in meinem Wahllokal abschneidet. Bei der letzten Landtagswahl waren es die Piraten (immerhin drittstärkste Partei), die dieses Mal wohl sang- und klanglos im politischen Nirwana verschwinden würden. Mein Hauptaugenmerk lag also auf den „Alternativen“ die in den letzten Wahlen in jeden Landtag eingezogen sind. Meine Vorhersage lautete, dass mit ihren erzielten Stimmen den dritten Platz belegen würden. Meine Prognose war falls, sie wurden zweiter, noch vor den christlichen Wahlsiegern. Die großen Verlierer waren die Sozialen, mit ihrer Frontfrau Hannelore Kraft. Sie sind kräftig von den Wählern abgestraft worden, der Verlust gegenüber der Wahl von vor fünf Jahren lag bei über 20 % und erfolgte aus meiner Sicht, auch völlig zu recht.

Bleibt die Frage, warum nimmt die „etablierte“ Politik die Sorgen und Ängste der Bevölkerung nicht war? Wiese werden Wähler und Sympathisanten dieser Partei als „Schmuddelkinder der Demokratie“ in eine rechte Ecke gestellt. Warum fragt sich keiner der oft in den Medien präsenten Politiker, warum sie diese Leute nicht mehr erreichen und sie nur noch ausgrenzen?

Eine weitere, wichtige Frage, die mich umtreibt, warum verhält sich die SPD nach der verdienten Niederlage wie ein bockiges, mit dem Fuß aufstampfendes Kind und verweigert sich der Koalition mit den christlichen Wahlgewinnern? Ist es nicht an der Zeit, seinen politisch geschaffenen Filz nicht endlich kräftig zu lüften, die Zöpfe der Vergangenheit abzuschneiden und sich im Sinne des arg gebeutelten Bundeslandes neu zu orientieren und versuchen wieder kräftig mit anzupacken, anstatt sich für die nächste Legislaturperiode störrisch hinter die Oppositionsbänke zu verziehen und auf Fehler der Regierenden zu warten? Eine personelle Erneuerung der SPD ist nicht nur hier in NRW zwingend erforderlich.

Foto: Pressestelle des Landes NRW

Und was ist passiert, dass der Wähler bei den beiden letzten Wahlen zwei relativ kleine Parteien mit ihren unbekannten Kandidaten mit jeweils deutlich über 7% in das Landesparlament beordert hat?

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