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Die Sache mit dem ÖPNV

Seit Oktober nutze ich ja die lückenhaften Dienste der Ruhrbahn, vormals EVAG nicht mehr. Da ich ja ein Fan von dem Pünktlichkeitsversprechen war, kommt heue mein Resümee der letzten neune Monate mit diesem Teil des Verkehrsverbundes Rhein/Ruhr.

Ein Hoch auf den Verkehrsverbund für…

Da ich ab und an mal Spaß am Erstellen von Excel-Tabellen habe und einfach auch neugierig war, wie oft denn der örtliche Verkehrsbetrieb unpünktlich ist, habe ich das im vergangenen Jahr einfach mal notiert. Bei meiner Aufstellung im Rahmen des Pünktlichkeitsversprechens wurden nur Verspätungen ab 10 Minuten oder Fahrtausfälle erfasst. Die Erstattung in den acht Monaten meiner Nutzung betrug satte 97 Euro oder aber gute 12 € pro Monat.

Ob die Versorgung im öffentlichen Personenverkehr besser wird wage ich zu bezweifeln, auch wenn die Ruhrbahn die Anschaffung von 77 neuen Schienenfahrzeugen angekündigt hat. Insgesamt bleiben große Defizite im Bereich städteübergreifender Verbindungen, wie der Linie 11 im Essener Norden, die in Gelsenkirchen im Nirwana endet und die Bogestra den Anschluss mit einer Straßenbahn bereit stellt. Besonders ärgerlich ist in diesem Fall, dass die Gleisanlagen bis Buer neu ausgebaut wurden, aber eben nur für die Tram, an einer Weiterführung der Stadtbahn wurde nicht gedacht. Genauso verhält es sich mit dem Weg aus Essen in Centro. Obwohl genug platz ist, endet die Linie 105 kurz vor dem Ortsschild, die Weiterfahrt kommt nur mit dem Bus in Betracht, selbstverständlich mit einem neuen Ticket. Das alles ist nicht sehr schön und treibt die Leute weg von dem umweltfreundlichen ÖPNV hin zum umweltbelastenden Individualverkehr. Auch wird der Service für die Fahrgäste nicht sehr ernst genommen, so verfügen die Fahrkartenautomaten in Gelsenkirchen City (Heinrich-König-Platz und Musiktheater) oft nicht über genug Wechselgeld und es dauert wirklich zu lange bis defekte Automaten repariert oder ausgetauscht werden.

Für große Verwirrung sorgt die neue Fahrpreisgestaltung des VRR (Verkehrsverbund Rhein/Ruhr). Seit dem Januar zahle ich für eine Fahrt von GE-City zur Zeche Zollverein wie im vergangenem Jahr 2,70 €, für die Rückfahrt von Essen nach Gelsenkirchen aber 2,80 €. Gleiche Strecke, andere Richtung = 10 Cent Preisunterschied! Wie mir ein Mitarbeiter des Servicecounter verriet, werden Fahrten mit dem 2,70er Ticket aus Essen wie eine Schwarzfahrt behandelt und das erhöhte Beförderungsentgeld wird fällig. Allerdings gibt es eine Karenzzeit, aber wie lange diese dauert konnte mir nicht gesagt werden. Um die Verwirrung komplett zu machen, das gilt nur für Einzelfahrschein, nicht aber für Vierertickets.

Ein Hoch auf den Verkehrsverbund für besonders einfache und verständliche Preisgestaltung.

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