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Eine Ausstellungseröffnung

Die Festtage zum Jahresende sind vorbei, das Leben läuft in der zweiten Januarhälfte langsam wieder in die gewohnten Bahnen und die erste Ausstellungseröffnung stand an.

Neueheimat.ruhr so der Titel unter dem eingeladen wurde und da die elektronischen Medien auch nicht vor Fotoausstellungen halt machen, ist das auch gleichzeitig der Link zur begleitenden Webseite. Gezeigt werden Fotoarbeiten diverser Künstler zum Thema Migration im Ruhrgebiet, die ja schon seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil dieser Region ist. Es stellen mehr als 30 Fotografen ihre Werke auf der Empore des Wissenschaftsparkes in Gelsenkirchen aus.

Die Moderatorin wurde als Polyästhetin vorgestellt…

Der Eintritt zu der Ausstellung ist frei und zu den Öffnungszeiten des WiPa bis zum 21. April 2018 zu besuchen. Wie das natürlich so ist, bei großen Eröffnungen, die Betrachtung der Werke ist immer etwas schwierig, da viele Leute da sind und sich manchmal Menschentrauben vor den Fotos bilden. Das interessante an dieser Ausstellung ist der Umstand, das die Fotografen eine unterschiedliche Herangehensweise an das Thema hatten und so ist Umsetzung aus sehr vielseitig. Allemal lohnende Perspektiven und Blickwinkel.

Was mir nicht so gut gefallen hat, diese endlosen Ansprachen vor der offiziellen Eröffnung, dieses gegenseitig auf die Schulterklopfen für die tolle Leistung die wieder für diese Exposition erbracht wurde. Kommen dann noch Politiker in Spiel, so wie der Vizepräsident des Landtages von Nordrhein-Westfalen, wird es fast unaushaltbar. Es ging ein Wortschwall auf die Zuschauer ein, der an Inhaltsleere kaum zu unterbieten war. Dafür geriet mir die Vorstellung der Fotografen eindeutig zu kurz. Nach dem offiziellen Teil wurde es deutlich besser, die Kommunikation über die Werke kam in Gang und Gespräche mit den Fotograf‘innen waren auch möglich. Vielleicht sollte ich beim nächsten Mal einfach die offiziellen Ansprachen weglassen…

Gelernt habe ich natürlich auch noch etwas, zumindest als ich wieder in meinen heimischen Wänden war und Mr. Google um Erklärung gebeten habe. Die Moderatorin wurde als Polyästhetin vorgestellt und ich hatte für den Rest des Abends große Fragezeichen über meinem Haupt. Aber Google war am späten Abend mit diesem Begriff genauso überfordert wie ich auch und der Duden konnte mir auch nicht recht weiterhelfen. Es gibt ihn nicht. Nun ist ja bekannt, dass „Poly“ aus dem griechischen stammt und viel bedeutet und “Ästhet” ein Mensch mit ausgeprägtem Schönheitssinn ist, das alles in der weiblichen Variante. WTF!

Neueheimat.Ruhr
Montag bis Freitag bis 19 Uhr
Samstag bis 17 Uhr
Wissenschaftspark Gelsenkirchen
Munscheidstraße 14, 45886 Gelsenkirchen

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