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Wofür

evag-verkehrsaufkommenDa wird wieder gekungelt, beim VRR. Wie immer geht es um die nächste Preiserhöhung, die dann im Januar 2015 erfolgen soll. Das Defizit soll mehr als 500 Millionen Euronen betragen, so die ist aus dem Gremium zu vernehmen.

Gewusst hätte ich, warum die immer mit dem Geld nicht auskommen, der angebotene Service wird immer schlechter, genau wie die Zuverlässigkeit der Verkehrsmittel, jüngst war Essen fast eine Woche lang nach einem Sturm (zugegeben, er war heftig) fast ohne öffentlicher Verkehrsmittel, die Verbindung in andere Städte fast genauso lange unterbrochen. Mühlheim stellt von vier Straßenbahnlinien zwei ein, weil nach 30 Jahren ohne Investitionen in die Infrastruktur festgestellt hat, das der Sanierungsaufwand zu hoch ist. Essen, immerhin die viert größte Stadt in NRW und die neunt größte im Land, stellt hartnäckig die Straßenbahn- und U-Bahnverbindungen wochentags um kurz nach 23 Uhr ein, damit ist für Theaterbesucher das Getränk nach der Vorstellung schon fast gestorben, ganz zu schweigen von einem Stadionbesuch eines Spätspiels in einer der Nachbarstädte. Es wird zwar ein Nachtbus angeboten, der stündlich verkehrt, aber so schlecht auf die ankommenden Züge oder S-Bahnen abgestimmt ist, dass es mit erheblicher Wartezeit verbunden ist. Auch definiert die EVAG den angezeigten Begriff “Sofort” gerne mit 1 – 3 Minuten Wartezeit, es können aber auch gerne mal mehr als 5 werden, selbst ein Totalausfall der angekündigten Verbindung ist wahrscheinlich. Wofür will ein Verkehrsverbund mehr Geld, wenn er noch nicht einmal in der Lage ist, bei den spärlich stattfindenden Messen ein Taktung der U-Bahnen vom Hauptbahnhof zur Messe (4 Haltestellen) zu gewährleisten, der nicht das Tokyo-Feeling auf dem Bahnsteig verbreitet. Und das die Erhöhung des Fahrpreises ausreicht um den maroden Fahrzeugpark in Essen zu verbessern, wage ich zu bezweifeln. Es wird also weiter in Fahrzeugen die ein Alter von mindestens 30 Jahren erreicht haben, transportiert. Die einzige feste Planungsgröße ist hier der Ausfall des Gerätes, der auf Linien mindestens einmal pro Tag vorkommt und nett mir angespannter Verkehrslage umschrieben wird.

Oder wird das zusätzlich eingenommene Geld dann in Kontrolleure investiert, damit endlich einmal die Südlinien mit gleicher Frequenz wie die Nordlinien überwacht werden? Hier ist das Missverhältnis besonders groß, auf den Nordabschnitt werde ich monatlich ca. 8x um den Fahrausweis gebeten, im Süden hingegen habe ich in fünf Jahren lediglich eine Kontrolle erlebt.

Wofür wollt ihr also mehr Geld?

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