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Zuviel Konsum?

konsumreformDrüben bei Claudia ging es in den vergangenen Tagen um den Frust, den das Internet momentan verbreitet, zumindest bei Ihr und die Konsequenzen daraus.

Genau diese Gedanken kreisen bei mir schon seit mehreren Monaten. Für mich stelle ich eine Übersättigung fest, nicht nur im Internet, sondern in den Medien allgemein. Das mag auch an meinem Konsum von Informationen gelegen haben. Es gab Zeiten, da habe ich die gängigen Informationsquellen nur so eingesogen, Spiegel, Zeit, Süddeutsche und was es sonst noch so alles gab, dazu noch Blogs, die mir interessant erschienen. Viel gelesen habe ich am Bildschirm, manchmal drei Stunden am Tag, dazu noch Sendungen, die leider zu immer späterer Zeit ausgestrahlt werden, politische Talkshows, welche den Namen nicht mehr verdienen, weil die Argumentationskultur einfach weg ist und sich Politiker in ihnen aufblasen, ohne wirklich Lösungen für die Probleme der Zeit anzusprechen. Ein Durcheinander, keine Achtung mehr vor den Meinungen anderer, einfach dazwischen geredet. Auch tendiere ich dazu, die Lösung der isländischen Hauptstadt auf die politische Führung in unserem Land anzuwenden und einen KomikerInn als mit der Bildung der nächsten Regierung zu betrauen.

Facebook habe ich seit zwei Jahren nicht mehr besucht, mein Account ist seitdem auch gelöscht, Google+ wird automatisch bedient wenn ein neuer Artikel hier im Blog erscheint, genauso wie tumbler und Twitter, letzteres mache ich immer weniger, weil der Nervfaktor in der letzten Zeit den Spaßfaktor übersteigt. Instagram wird noch regelmäßig von mir bedient, also einmal am Tag. Den Account habe ich vor Tagen von „Vielpostern“, also Leuten die wahllos Bilder im Minutentakt posten befreit. Es war mir einfach zu Zeitaufwendig!

Als Maßnahme gegen die lange Weile gibt es jetzt mehr und mehr Bücher, das Lesetempo bestimme dabei ich und das zwangsfinanzierte Fernsehen bleibt immer mehr aus, dafür läuft im Hintergrund wieder mehr Musik, nicht von CD oder Antenne, nein aus dem Internet. Einfach Musik ohne Werbung. Das Internet benutze ich jetzt viel bewusster, aber nur noch 1,5 Tage in der Woche zum lesen, und bloggen.

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