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Lumix G6

Zwischenbericht (Teil 1)

Irgendwann, im tiefsten Winter schlenderte ich an einem Freitag durch die Essener Innenstadt und kam auf meinem Weg an dem Fotohändler meines Vertrauens vorbei, wie ich dort immer vorbeikomme, obwohl es ein kleiner Umweg zurück zur Haltestelle ist. Schaufenster mag ich, und auch belebte Innenstädte. Das Objekt lag zwischen einer GX7 und einer GH3, ganz unscheinbar, ohne Objektiv, dafür aber mit drei Akkumulatoren und einem versteckten Preisschild. Der verlangte Preis erschien mir etwas hoch, aber hineingehen und fragen, was denn so möglich sei, konnte sicherlich nicht schaden, schließlich stand ja irgendetwas mit Handel über der Eingangtür. Schnell wurde Einigkeit über das tatsächlich zu zahlende erziehlt und seit dem bin ich Eigentümer einer Lumix G6. Das Modell in grau/schwarz wurde angeboten, was ich vorher noch nicht gesehen hatte und nicht ganz so plastikhaft wirkt, wie das rein schwarze Gehäuse, obwohl Lumix hier eine Kunststoffperformance erster Güte abgeliefert hat. Bekanntlich zählen ja die Inhalte, das war schon immer so und findet auch bei einer Kamera Anwendung. Genau, diese Inhalte hatten es mir angetan. Das deutlich verbesserte Rauschverhalten, die Möglichkeit auch aus der Hand Fotos in der Dunkelheit zu schießen, ohne immer mit dem Stativ durch die Städte zu ziehen. Nachtprogramme, die den Namen verdienen zu meinem jetzigen Modell der ersten Baureihe aus dem Jahr 2008.

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Impressiv-Filter der Lumix G6

Bei meinen bislang gemachten Erfahrungen will ich hier nicht mit technischen Beschreibungen aufwarten, sondern rein subjektiv meine Eindrücke wiedergeben, wie ist das Handling, die Schwierigkeit bei der Bedienung, oder die Einfachheit. Wie funktioniert die neue Systemkamera mit ihren kompakten Maßen und den kleinen Objektiven. Dazu sollte jeder wissen, das ich ein ausgesprochener Lumix Fan bin, schon seit meiner ersten, größeren Anschaffung aus dem Hause Panasonic. Eine kleine kompakte mit damals unvorstellbaren 6 Mio Pixeln war die erste, dann die legendäre FZ 50 Bridgekamera mit einer Auflösung von 10 Mio Pixeln und vielen Möglichkeiten manuelle Einstellungen vorzunehmen und die ersten Versuche im RAW Format zu wagen. Und den Schritt zu wagen auf ein damals neues, aber in meinen Augen revolutionäres System, das die Qualität einer Spiegelreflex versprach, aber mit deutlich kleineren Ausmaßen und nur einem Bruchteil des Gewichts, aber die Möglichkeiten des Wechsels der Objektive zu bieten. Keine großen und Schweren Objektive, das war damals der Hauptgrund mich dem ersten spiegellosem System, bekannt auch unter dem Namen Four Third (eine gemeinsame Entwicklung von Panasonic und Olympus), zuzuwenden. Bislang habe ich es nicht bereut. Heute gibt es eine sehr gute Auswahl von Objektiven, die nahezu alle Bereiche abdecken. Selbst Leicaoptiken werden angeboten, der Preis hierfür ist, wie sollte es anders sein, natürlich sehr hoch. Aber es gibt auch Drittanbieter, die qualitativ Gute und von der Haptik und Bildqualität ansprechende Objektive anbieten. Dabei denke ich in erster Linie an Sigma, das drei unterschiedliche Festbrennweiten von 19, 30 und 60 (Crobfaktor beträgt beim Four Third System 2, also auf Kleinbild umgerechnet handelt es sich um 38 (Weitwinkel) 60 (leichtes Tele) und 120 (mittleres Tele) mit jeweils einer pl19Lichtstärke von 2,8. Der Preis liegt teilweise schon deutlich geringer als 200 €. Von dem Kit-Objektiv 14-42 halte ich nicht allzuviel, hier würde ich bei einem Neukauf auf das lichtstärkere 12-35 ausweichen, oder wenn es kompakt sein sollte das kürzer und leichtere 12-32. Wer mit einem Objektiv einen größeren Bereich abdecken möchte, der findet mit dem 12-50 von Olympus eine gute Allroundlösung (ich stelle immer fest, dass ich doch gerne etwas mehr Weitwinkel hätte). Als ich wieder anfing, mehr zu fotografieren, konnte ich nie genug Teleobjektiv haben, seit einiger Zeit kehr sich das ins Gegenteil, so dass mir das 60er von Sigma im Moment als völlig ausreichend erscheint. Das mag aber jeder für sich selbst entscheiden, die Möglichkeiten zu variieren sich ja mittlerweile fast unendlich.

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