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Grüne Mitte

Die Grüne Mitte Essen, ein Neubaugebiet auf der Brachfläche zwischen den Innenstadtring und der Universität Duisburg-Essen im Norden. Das letzte Grundstück ist verkauft, die Wohnhäuser fast fertig und die Letzten warten noch auf Mieter oder neue Eigentümer. Zeit also, sich das einmal aus der Nähe anzusehen. Vier Bauabschnitte sind es gewesen, alle unterschiedlich in der Ausrichtung, aber alle haben etwas gemeinsam, die neue Baukultur, die ich in Anlehnung an einen Schokoladenhersteller für mich als “praktisch, quadratisch, gut” bezeichne. Für mich ist es langweilige Architektur, die zwar einen gewissen Reiz zum Fotografieren ausübt, aber in der ich mir ein Leben schwer vorstellen kann. Hauptgründe für keinen Wohnortwechsel in solch ein steriles Quartier sind die Eintönigkeit der Architektur und das Fehlen gewachsener Strukturen bei den Bewohnern. Dafür spricht allerdings, das die Wohnungen auf dem neuesten Stand der Technik sind und somit als Projekte für den aktiven Umweltschutz dienen.

Bei diesem Projekt werde ich die Vorstellung nicht los, das jede Stadt, die sich als Mitspieler im Konzert der Großen sieh, sich einen Fläche mit modernster Architektur leisten muss in der Sterilität als besonders zu erfüllendes Kriterium gilt. Daran ändern auch künstlich angelegte Grünflächen mit den obligatorischen kleinen Seen oder Wasserläufen nichts. Bleibt abzuwarten, wie sich die Geruchsbelästigung in den immer wärmer werdenden Sommermonaten entwickelt, wenn die Algenbildung überhand nimmt, entwickelt. Zumindest die paar Vögel, freuen sich über die spärlichen Wasserflächen und danken es mit durch Kot verunreinigte Rasenflächen.
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Der propagierte Slogan: “Universitätsviertel Essen” hat nur mit der räumlichen Nähe zum Campus zu tun, Studentenwohnungen sucht der Betrachter hier vergeblich. Sicherlich wurden diese nur vergessen, oder sind einfach den Renditen zum Opfer gefallen, wer weiß das schon.
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Der Faktor Arbeit wird auch bald in dieses Quartier einziehen, dann wenn das Gebäude der Funke-Gruppe fertig ist und diese aus ihrem alten Gebäude herziehen und eine weiter Büroruine etwas weiter südlich hinterlassen. Moderne Stadtplanung halt.

 

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